Gracie Abrams erstmals an der Spitze der deutschen Album-Charts

Gracie Abrams, Singer-Songwriterin aus den USA, erobert mit ihrem neuen Album »Daughter from hell« direkt Platz eins der deutschen Album-Charts.

heute 15:31 Uhr | 2 mal gelesen

Am Freitag ließ die GfK offiziell verlauten: Gracie Abrams hat es geschafft. Ihr aktuelles Werk »Daughter from hell« landet direkt auf dem Thron der Album-Charts – ein Novum für die Musikerin, deren letztes Album »The secret of us« zwar schon 2024 recht erfolgreich startete, aber nie ganz nach oben kletterte. Rätselhaft, wie kontinuierlich sie sich nach vorn gearbeitet hat – über 100 Wochen ist ihr Vorgänger inzwischen in den Charts aktiv. Auch Dardan & Azet sind wieder mit von der Partie und platzieren »Eurosport 2« gleich auf Rang zwei, direkt vor dem Vorwochensieger The Rolling Stones, die nun Bronze holen. Die Liste der auffälligsten Neueinsteiger liest sich wie ein Querschnitt aktueller Musiktrends: Motionless In White sorgen mit »Decades« (Platz sieben) für düstere Töne, während Blank & Jones (»Relax Edition 16«, zwölf) eher chilligere Vibes versprühen. New Order erinnert mit einem Best-of (14) an bessere Zeiten der Popmusik – und die Drunken Masters gemeinsam mit Ikkimel bringen mit ihrer „Ikkimel die Geile EP“ immerhin einen Achtungserfolg (18). Die Single-Charts bleiben dagegen wie eingefroren: Shakira & Burna Boy stehen mit »Dai Dai« weiter ganz oben, gefolgt von »Killy Manjaro« (Summer Cem & Billa Joe) und »Gut Genug« (Kitschkrieg, Blumengarten & Shirin David). Durch das jüngste mediale Gerangel um seinen verwehrten ZDF-Auftritt rückt Danger Dan besonders ins Interesse, sein Song »Keine Angst« ist neu dabei, kommt aber hinter Pashanims »Augenblick« (sechs) ins Ziel. Capital Bra & Samra bringen (zusammen mit Eddin) statt Dauergewitter gleich die »Sonne über Berlin« (14) auf die Ohren, und Eddins Solo-Nummer »Meine Welt« steigt frisch auf Platz 21 ein. Die GfK Entertainment wertet mit ihrem Verfahren ungefähr 90 Prozent aller verkauften Tonträger und Streams in Deutschland aus. Viel Raum für Überraschungen bleibt da nicht mehr – aber bekanntlich ist Popkultur manchmal launisch genug.

Gracie Abrams gelingt mit »Daughter from hell« erstmals der Sprung an die Spitze der deutschen Album-Charts, nachdem ihr vorheriges Album zwar lang in den Charts stand, aber nie auf Platz eins landete. Neben ihr behaupten sich Neueinsteiger und Dauerbrenner wie Dardan & Azet, Motionless In White oder die Rolling Stones; auffällig ist außerdem der konstante Erfolg internationaler Künstlerinnen wie Shakira. Die offiziellen Charts bilden nach Angaben der GfK rund 90 Prozent der Musikverkäufe ab, wobei der Trend zu Streaming und schnell wechselnden Chartplätzen immer ausgeprägter wird. Durch eigene Recherche ist festzuhalten: Gracie Abrams setzt auf verletzliche, zwischen Sehnsucht und Selbstbewusstsein schwankende Songtexte; ihr jüngster Charterfolg wird in der Musikpresse als Sinnbild für die aktuelle weibliche Pop-Welle diskutiert. Zusätzlich berichten mehrere Quellen, dass Danger Dans mediengetriebener Neueinstieg auf breite Aufmerksamkeit stößt: Seine Absage beim ZDF löste eine kontroverse Debatte rund um Kunstfreiheit und Diversität in deutschen Medien aus. Auffällig ist auch: Die aktuelle Chartsituation spiegelt die Internationalisierung des deutschen Marktes wider – US- und UK-Künstlerinnen mischen längst ganz vorne mit.

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