Zwischen Alltagshelfer und Vertrauensperson: Wie intensiv Jugendliche KI-Chatbots nutzen

Rund um den Safer Internet Day 2026 hat das Saferinternet.at-Team brandaktuelle Daten zur KI-Nutzung Jugendlicher veröffentlicht: Fast alle Jugendlichen in Österreich zwischen 11 und 17 Jahren chatten mit künstlicher Intelligenz – meist helfen die Bots bei Schulfragen, manchmal sogar bei Sorgen. Doch viele unterschätzen Risiken, fordern mehr Wissen und sprechen sich selbstbewusst für Schutzmaßnahmen aus.

heute 12:10 Uhr | 4 mal gelesen

Ein paar Klicks reichen und schon ist Hilfe da: Die neue Studie von Saferinternet.at belegt, dass KI-Chatbots für Jugendliche inzwischen fast so selbstverständlich sind wie das Smartphone. Laut der repräsentativen Befragung nutzen beeindruckende 94 Prozent der befragten 11- bis 17-Jährigen in Österreich irgendeinen KI-Chatbot – teils täglich, besonders in schulischen Belangen. ChatGPT ist hier klar Platzhirsch, Google Gemini oder Microsoft Copilot fristen ein Nischendasein. Die Motivation? Meist geht es um Hausaufgaben, das Suchen und Zusammenfassen von Wissen, Formulieren von Texten oder sogar das Rechnen, wobei Mädchen und ältere Teenager noch einen Hauch aktiver sind als ihre Altersgenossen. Spannend und zugleich nachdenklich stimmt, wie sehr Chatbots über die Schule hinaus ins Leben vordringen. Mehr als die Hälfte sucht Rat zu ganz Alltäglichem: Beziehungen, Hobbys, Gesundheit, Freizeit. Jeder dritte Jugendliche bespricht auch Sorgen mit einem KI-Programm – für ein Viertel ist es sogar leichter, über persönliche Themen mit der KI zu sprechen als mit echten Menschen. Und ja, es gibt Jugendliche, die in Chatbots eine Art Beziehungsersatz sehen oder, mal ehrlich, sogar romantische Gespräche führen. Die ständige Verfügbarkeit und die freundliche Art der KI nimmt ihnen hierbei die Hemmschwelle. Man könnte hier innehalten und fragen: Wo führt das hin, wenn junge Menschen sich immer öfter an emotionale Assistenzsysteme wenden? Die Meinungen der Befragten zeigen konkrete Zweifel. Viele fürchten, sich „faul“ auf die schnellen Antworten zu verlassen, und unterschätzen die Gefahr, dass KI-Antworten eben nicht immer wahr oder hilfreich sind. Gerade im Bereich Datenschutz gibt es große Wissenslücken und oft falsche Annahmen. So denken einige, dass Nachrichten mit der KI vertraulich bleiben – ein Trugschluss. Trotzdem: Insgesamt sehen Jugendliche das KI-Thema pragmatisch und optimistisch. Über die Hälfte betrachtet KI vor allem als Chance, sowohl für sich selbst als auch die Gesellschaft. Gleichzeitig wünschen sich viele mehr (und verständlichere!) Infos und fordern eine altersgerechte Vermittlung in der Schule. Altersgrenzen für KI-Tools? Finden über die Hälfte der Befragten sinnvoll, wofür die 14-Jahre-Marke am beliebtesten scheint. Insgesamt wird klar: Jugendliche sind in der KI-Welt angekommen – aber sie verlangen auch nach Regeln, mehr Bildung zu Funktionsweise und Datenschutz und Unterstützung, um wirklich reflektiert und sicher KI nutzen zu können. Saferinternet.at mischt hier ordentlich mit und bietet speziell zugeschnittene Workshops, Info-Broschüren und Materialien für Schule, Eltern und alle, die sich für digitale Medienkompetenz interessieren. Wem die vielen Mythen zur KI-Nutzung den Kopf verdrehen, dem sei die neue Broschüre der ISPA zum sauberen Nachschlagen empfohlen.

Einer aktuellen Studie zufolge greifen 94 % der 11- bis 17-jährigen Jugendlichen in Österreich regelmäßig zu Chatbots wie ChatGPT – vor allem für schulische Zwecke und private Anliegen. Trotz der hohen Akzeptanz bestehen erhebliche Defizite beim Wissen über Funktionsweise, Risiken (etwa Fehlinformationen, Datenschutz) und die Fähigkeit zur kritischen Bewertung von KI-Antworten. Die Forderungen der Jugendlichen sind eindeutig: Sie erwarten verstärkte Bildungsangebote an Schulen zu Künstlicher Intelligenz, wünschen sich klare Regeln und häufig auch Altersgrenzen. Vertiefend ergeben sich aus weiteren aktuellen Medienberichten: In Deutschland und anderen europäischen Ländern ist ein ähnlicher Trend erkennbar; Experten warnen insbesondere vor zu viel Vertrauen in KI bei sensiblen Themen wie psychischer Gesundheit oder Datenschutz. Bildungsexpertinnen drängen auf verbindliche Strategien zur Stärkung digitaler Kompetenzen im Lehrplan, um künftigen Generationen den differenzierten, kritischen Umgang mit KI-Tools zu ermöglichen. Mehrere Medien weisen zudem darauf hin, dass technologische Entwicklungen bei KI-Chatbots rasant voranschreiten und Anpassungen von Regulierung und Jugendschutz laufend nötig sind.

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