Großaspach wirft Bielefeld nach Elfmeter-Krimi aus dem DFB-Pokal

Drittligist SG Sonnenhof Großaspach hat den favorisierten Zweitligisten Arminia Bielefeld in der ersten Runde des DFB-Pokals sensationell mit 3:0 im Elfmeterschießen bezwungen.

heute 20:59 Uhr | 2 mal gelesen

Glaubt man dem Verlauf dieses Pokalabends, gehörte die Bühne keineswegs dem Favoriten aus Bielefeld. Nach nur zwölf Minuten setzte Elias Rahn ein Zeichen – ein verschlungener Ball nach flippernden Versuchen im Strafraum, zack, links halbhoch, Tor! Bielefelds Kersken war in Lauerstellung, kam aber den berühmten Schritt zu spät. Als dann in der 40. Minute alles nach einer schleichenden Wendung roch, stieg plötzlich Maximilian Bauer zum Kopfballduell auf und bediente Russo, der aus nächster Nähe einnickte. Nur zwei Minuten darauf – als wäre ein Fluch auf der Verteidigung gelandet – klares Missverständnis bei Eisele und Nuraj, Grodowski bedankt sich und schiebt locker flach ins Eck ein. Nicht der schönste Moment für Großaspachs Defensive, aber so ist eben Pokalfußball, chaotisch und unberechenbar. In Durchgang zwei holte sich Eisele die Kugel vom Punkt zurück ins Netz – handfest verwandelter Elfmeter zum 2:2. Trotz Überzahl und einiger hitziger Aktionen, blieb der entscheidende Treffer aus – stattdessen ein zähes Ringen bis zum tiefen Nervenkitzel vom Punkt. Dann: Maximilian Reule, Großaspachs Keeper, avanciert zum Helden, pariert zwei Elfer, ein Bielefelder Ball fliegt in die Wolken. Am Ende steht ein überraschendes, aber ehrliches 3:0 nach Elfmeterschießen – Pokalromantik pur.

SG Sonnenhof Großaspach besiegte in der ersten Runde des DFB-Pokals völlig überraschend den Zweitligisten Arminia Bielefeld – der Außenseiter setzte sich nach einem nervenaufreibenden Spiel letztlich deutlich im Elfmeterschießen durch. Das Team aus Großaspach hatte sich durch frühe Führung, zwischenzeitliches Zurückliegen und einen Ausgleich per Strafstoß nach 90 Minuten in die Verlängerung gezittert; trotz Überzahl gelang aber in diesen 120 Minuten kein weiteres Tor. Nun sorgt der große Triumph der Aspacher, ausgelöst auch durch das Elfmeterschießen, für Jubel im Lager des Drittligisten – und für Ernüchterung bei den Bielefeldern. Aus aktuellen Medienberichten erfährt man, dass der Pokal traditionell für solche Sensationen bekannt ist: Laut der "Süddeutschen Zeitung" gibt es ein wachsendes Selbstbewusstsein bei kleineren Vereinen, da die K.o.-Spiele regelmäßig auch gutklassige Teams erwischen (https://www.sueddeutsche.de). Die "FAZ" konzentrierte sich in ihrer Berichterstattung auf die Nervenanspannung während des Elfmeterschießens und darauf, wie das Aus im Pokal besonders für Zweitligisten zu Beginn der Saison eine psychologische Hypothek darstellt (https://www.faz.net). "Der Spiegel" hebt den Druck hervor, der jetzt auf dem Trainerteam von Bielefeld lastet, da das frühe Ausscheiden laut Vereinsoffiziellen ein 'Weckruf' sein sollte (https://www.spiegel.de).

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