In Darmstadt ist in der Nacht zum Samstag ein Auto des AfD-Kreisverbands komplett ausgebrannt, vermutlich durch einen Brandanschlag; auch ein nebenstehendes Auto wurde beschädigt. Der Schaden liegt bei rund 3.000 Euro, die Polizei ermittelt, hat aber bisher keinen konkreten Verdacht oder Hinweise auf die Täter veröffentlicht. Die AfD sieht sich gezielt angegriffen, spricht von einer verrohenden politischen Stimmung und setzt eine hohe Belohnung aus – ein Präzedenzfall, der die Debatte um politisch motivierte Gewalt weiter anheizt. Aktuell wird in verschiedenen Medien intensiv über eine Zunahme politisch motivierter Taten, vor allem gegen Partei- und Wahlkreisbüros, berichtet. Laut Zeitungsanalysen und Daten des Innenministeriums ist die Zahl solcher Anschläge und Sachbeschädigungen in der Vorwahlzeit gestiegen – nicht nur gegen die AfD, auch gegen andere Parteien, wobei insbesondere die letzten Monate auffällig turbulent verlaufen. Im politischen Diskurs wird die Gewalt einhellig – unabhängig von der Parteifarbe – verurteilt und mit Sorgen um die demokratische Kultur kommentiert. Gleichzeitig beobachten Kritiker eine gewisse Härte und teils aggressive Rhetorik im öffentlichen Umgang, die möglicherweise Brandbeschleuniger für solche Vorfälle sein kann.
heute 19:39 Uhr