Gasspeicher fast leer: Angst vor Preisschock für Gaskunden wächst

Der Füllstand der deutschen Gasspeicher liegt bedenklich niedrig – Verbraucherschützerin Ramona Pop schlägt Alarm: Viele Haushalte könnten sich auf höhere Gaspreise einstellen.

heute 00:02 Uhr | 2 mal gelesen

Mit einem Wetter wie aus dem Lehrbuch für Herbst und Winter sieht es nicht gut aus: Die Gasspeicher in Deutschland füllen sich langsamer als erhofft. "Wenn die Zählerstände niedrig bleiben, dürfte das die ohnehin knappe Marktlage im kommenden Winter noch verschärfen", warnt Ramona Pop vom Verbraucherzentrale Bundesverband. Das klingt trocken, aber dahinter steckt Unsicherheit für Millionen Leute. Seitdem der Krieg im Nahen Osten läuft, haben die Gaseinkaufspreise weiter angezogen. Die Folgen? Privathaushalten droht, dass sich das Heizen noch stärker im Portemonnaie bemerkbar macht – und manch einer fragt sich vielleicht, ob er demnächst wieder im Pullover auf dem Sofa sitzt, weil alles andere zu teuer ist. Pop rät dazu, jetzt den eigenen Gasvertrag gründlich unter die Lupe zu nehmen. Preisbindung über den Winter? Dann erstmal aufatmen, meint sie, aber: Auch der Anbieterwechsel kann manchmal bares Geld sparen. Besonders wichtig für alle, die in der Grundversorgung stecken – da zahlt man oft mehr, als nötig wäre. Es bleibt also: genau hinschauen, verhandeln und vergleichen. Sicher ist eben grade gar nichts.

Die Sorge vor einem Preisanstieg bei Gas ist keineswegs unbegründet, wenn man den jüngsten Entwicklungen folgt. Sinkende Gasspeicherstände und steigende Einkaufspreise auf dem Weltmarkt – ausgelöst unter anderem durch den Nahost-Konflikt und anhaltende Unsicherheiten bezüglich russischer Gaslieferungen – treiben die Furcht vor einer Kostenexplosion für Verbraucher. Neben kurzfristigen Tipps, etwa Anbieterwechsel oder Verträge mit Preisbindung, diskutieren Experten mittlerweile auch strukturelle Lösungen wie den beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien und Speichertechnologien, um das Risiko einer erneuten Gaskrise langfristig zu senken.

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