Ein Pokalabend voller Geschichten – aber die von Aue gegen Hoffenheim war schnell erzählt: Kaum hatte der Schiri angepfiffen, klapperte es schon. Sechs Minuten nur, dann machte Wimmer das 1:0 fürs Team aus dem Kraichgau, nach ziemlichem Chaos im Strafraum der Auer. Keine zehn Minuten später: Hoffenheim schaltet geschickt um, Burger steht goldrichtig und schiebt ein – schon 2:0, während die Fans auf den Rängen vielleicht noch an den Pokalzauber glauben wollten. Kurz vor dem Pausentee dann noch das 3:0, wieder Wimmer, der irgendwo zwischen Abgeklärtheit und Glück seinen zweiten Treffer einnetzt. Nach der Pause? Unaufgeregt, aber effektiv. Max Moerstedt setzt in der 63. das 4:0 drauf, die Gäste lassen danach kaum mehr etwas zu. Aue bemüht sich zwar redlich, bleibt jedoch harmlos; Hoffenheim verwaltet routiniert. Ein Tag zum Vergessen für Erzgebirge Aue, ein gelungener Einstand für die TSG in diesem DFB-Pokaljahr. Die anderen Duelle? Einige endeten mit Torflut: Hannover 96 deklassiert den SV Hemelingen mit 9:1, Werder Bremen schaltet Lüneburg mit 3:0 aus, Duisburg muss sich Elversberg mit 1:3 geschlagen geben.
Die TSG Hoffenheim feiert durch eine konzentrierte und zielstrebige Vorstellung einen glasklaren 4:0-Auswärtssieg beim Drittligisten Erzgebirge Aue. Mit zweimal Wimmer sowie Treffern von Burger und Moerstedt war die Partie schon zur Pause fast entschieden, was im aktuellen Pokalumfeld bemerkenswert ist, da gerade die vermeintlich Kleinen selten so chancenlos sind. Trotz einer engagierten Leistung fehlten Aue an diesem Tag die Ideen gegen die dicht gestaffelte Hoffenheimer Abwehr – ein Muster, das sich aktuell auch in anderen Erst-gegen-Unterklassig-Duellen zeigt. Interessant ist, dass sich mit dem konsequenten Offensivschwung bereits ein Trend für Hoffenheim abzeichnet, der ebenso von Medien wie der kicker, der FAZ und der Süddeutschen ins Visier genommen wird. Parallel dazu wird auf überregionalen Seiten wie taz und ZEIT der Fokus vermehrt auf die Rolle junger Spieler in den DFB-Pokal-Partien sowie darauf gelegt, wie Bundesligisten mit Wettbewerben und Kaderumbruch umgehen.