Es herrscht stetiger Leistungsdruck: Schon Grundschüler verspüren den subtilen, oft auch offenen Zwang, mit Zahlen und Bewertungen zu glänzen. Wer als Kind nicht „mitkommt“, fühlt sich schnell abgehängt. Doch vielen fehlt irgendwann nicht Talent, sondern Gelassenheit – und oft auch ein geschütztes Gefühl, das erst echtes Lernen möglich macht. Neugier, Forscherdrang, spontane Fragen: Darauf bleibt im Schul- und Hausaufgabenmodus wenig Platz. Stattdessen kreist vieles um die Angst vor Fehlern. Marco Schnabl, der das Konzept body’n brain entwickelte, bringt es auf den Punkt: „Ohne Sicherheit fehlt Kindern der Mut, sich neuem Wissen zu öffnen.“
„Zuerst müssen wir Kindern wieder beibringen, dass Lernen Spaß machen darf und Fehler dazugehören“, so Schnabl weiter. Seine Methode setzt auf Körper und Geist: Spielerische Bewegungen, Denkaufgaben, gemeinsames Ausprobieren. Wissensvermittlung soll nicht als Bewertung sondern als Abenteuer erlebt werden. In seinen Workshops wird nicht nach Fehlern, sondern nach Lösungen gesucht. Fehler werden als normale Zwischenstopps auf dem Weg betrachtet – wie beim Laufenlernen: Man fällt, steht auf und macht weiter. Vielleicht stolpert man sogar absichtlich ein paar Mal, einfach nur zum Testen.
Stress bremst das Gehirn aus
Wer sich ständig mit Versagensängsten plagt, investiert mehr Energie in Selbstschutz als in Aufnahmefähigkeit. Viele Eltern kennen das: Das Kind wusste es zu Hause noch – aber in der Probe? Leere im Kopf. Gründe gibt es viele, aber oft spielt eben die psychische Belastung die Hauptrolle. Eine Atmosphäre, in der Fehler Angst machen, lässt kaum Raum für frische Gedanken. Und nach etlichen Misserfolgen sinkt auch das Selbstvertrauen. Kinder ziehen sich zurück, probieren weniger und verinnerlichen schnell: Ich bin nicht gut genug.
Lernen funktioniert ganz anders
Spätestens beim Gedanken an das Laufenlernen wird klar: Kinder entdecken die Welt über Versuch und Irrtum. Niemand schimpft, wenn ein Kind hinfällt. Eher feiern alle das erste Wackeln und Krabbeln. Mit jedem Fehltritt, so sagt Schnabl, vernetz sich das Gehirn mehr. Genau so entsteht neues Wissen: durch Wiederholung, durch Ausprobieren – und durch den Mut, Fehler zu machen.
Im modernen Unterricht bleibt diese kindliche Neugier leicht auf der Strecke. Sobald alles bewertet wird, dominiert die Angst zu scheitern. Doch je sicherer Kinder sich fühlen, desto eher wagen sie sich an neue Aufgaben und entwickeln Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.
Wie ein sicherer Rahmen Lernen beflügelt
Für Schnabl liegt die Kunst darin, ein Umfeld zu schaffen, in dem Fehler nicht als Makel zählen. Herausforderungen gibt es trotzdem – aber sie werden anders vermittelt: Kein Spott, kein Messen, sondern Zuversicht und Begleitung. Wer hinfallen darf, probiert weiter. Wer Wertschätzung erfährt, stellt Fragen. Nur unter diesen Voraussetzungen kann Lernen zur Entdeckungsreise werden, bei der Selbstvertrauen wächst und Begeisterung bleibt.
Body’n brain als Praxis: Bewegung trifft Denken
Das Konzept body’n brain will Kopf und Körper zusammenbringen: Statt klassischem Büffeln geht es um Koordination, Farben, Begriffe – und kleine Denkaufgaben. Hier lernt niemand „für die Schule“, sondern fürs Leben. Warum? Indem mehrere Hirnbereiche gleichzeitig angesprochen werden, können Informationen leichter gespeichert und abgerufen werden. Körperliches Ausprobieren erleichtert auch geistiges Wachsen.
Die Mischung aus Neugier, Sicherheit und Spiel soll Kindern helfen, Blockaden zu lösen und echtes Interesse wiederzuentdecken. Der Alltag wird vielleicht nicht stressfrei – aber: Wer erlebt, dass Fehler willkommen sind, entwickelt mehr Mut und Lebensfreude. Das bleibt.
Mehr Infos zum Mitmachen, Unterstützen und Ausprobieren gibt’s auf der body’n brain Webseite (body’n brain).Pressekontakt:
VITACIA GmbH – Marco Schnabl, info@body-brain-activity.com, https://kindertrainer.info
Ruben Schäfer – redaktion@dcfverlag.de
Originalmeldung: Vitacia GmbH via news aktuell
Kinder kommen mit einer natürlichen Neugier auf die Welt und lernen von sich aus durch Versuch und Fehler. In einem Umfeld ständiger Bewertung und Leistungsdruck wird Lernen jedoch zum stressigen Pflichtprogramm – und genau dieser Druck kann Blockaden und Unsicherheiten auslösen. Die Forschung zu Stress und Lernfähigkeit zeigt, dass eine sichere, wertschätzende Atmosphäre dazu beiträgt, dass Kinder sich mehr zutrauen und nachhaltiger lernen. Initiativen wie body'n brain und ähnliche Programme setzen deshalb gezielt auf spielerische Bewegung und Denkimpulse, um das Selbstvertrauen zu stärken und Lernängste abzubauen. Neuere Studien aus Deutschland und Österreich bestätigen, dass ressourcenorientierte Ansätze und mehr emotionale Sicherheit nicht nur die Motivation, sondern auch die schulischen Leistungen verbessern können. Aktuelle Bildungsdebatten beschäftigen sich darüber hinaus verstärkt damit, wie Lehrpläne und Unterrichtsmodelle so gestaltet werden können, dass Kinder ihre individuellen Potenziale entfalten – und Fehler als normalen Teil ihrer Entwicklung erleben.