Merz ruft auf Sicherheitskonferenz zu mehr europäischer Eigenständigkeit auf

Friedrich Merz (CDU), der amtierende Bundeskanzler, hat auf der Münchner Sicherheitskonferenz dazu aufgerufen, dass Europa sich eigenständiger und unabhängiger von den Vereinigten Staaten positioniert.

heute 14:23 Uhr | 1 mal gelesen

"Unsere übergroße Abhängigkeit gegenüber den USA ist weder gottgegeben noch von außen herbeigeführt," betonte Merz zur Eröffnung der Sicherheitskonferenz am Freitag. "Wir haben uns selbst in diese Lage gebracht – höchste Zeit, das zu ändern, und zwar besser heute als erst morgen." Europa dürfe sich dabei keinesfalls von der Nato verabschieden, vielmehr müsse die EU innerhalb des Bündnisses endlich einen selbstbewussten, tragfähigen Pfeiler entwickeln. Merz warnte außerdem, dass die Dominanz der Vereinigten Staaten als Sicherheitsgarant für Europa angesichts geopolitischer Verschiebungen womöglich nicht ewig Bestand habe: "Schon bald könnte China militärisch zur Gleichwertigkeit mit den USA aufschließen. Peking verfolgt seit Jahren konsequent einen globalen Machtanspruch." Der Appell: Europa dürfe nicht länger zögern, sondern müsse heute die Weichen dafür stellen, auch eigenständig handlungsfähig zu bleiben.

Friedrich Merz drängte in seiner Rede bei der Münchner Sicherheitskonferenz eindringlich auf eine eigenständigere, strategisch souveränere Rolle Europas angesichts möglicher geopolitischer Verschiebungen. Neben der Warnung vor einer potenziellen militärischen Gleichwertigkeit Chinas mit den USA stellte er die Notwendigkeit heraus, dass die EU ihre Selbstständigkeit im sicherheitspolitischen Bereich massiv stärken müsse. Parallel dazu bleibt die enge Zusammenarbeit mit der Nato aus Merz' Sicht zentral, jedoch mit einem kräftigeren europäischen Beitrag innerhalb des Bündnisses. Ergänzend dazu berichten renommierte Zeitungen und Magazine über weiteren Kontext: Laut aktuellen Analysen gibt es innerhalb der EU durchaus unterschiedliche Vorstellungen zur künftigen strategischen Ausrichtung, was den Weg zu einer echten europäischen Verteidigungsunion erschwert. Darüber hinaus beeinflusst der anhaltende russische Angriffskrieg gegen die Ukraine die Verteidigungsbereitschaft und die Investitionsbereitschaft der Mitgliedsstaaten maßgeblich. Gleichzeitig rücken Energieunabhängigkeit, Cybersicherheit und der Umgang mit Desinformation verstärkt in den Vordergrund einer umfassenden europäischen Sicherheitsarchitektur.

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