Die Sorgen innerhalb des Lufthansa-Konzerns nehmen zu: Sollte die angespannten Situation rund um die Straße von Hormus anhalten, könnte das die Kerosin-Versorgung für Airlines noch weiter verschärfen. Bereits jetzt, so Vittadini, sei es an ausgewählten Flughäfen in Asien schwierig, ausreichend Treibstoff zu bekommen. Seitdem der Iran-Krieg das Nadelöhr am Persischen Golf bedroht, hat sich die Belieferungslage verändert. Ein überraschendes Detail am Rande: Kerosin verteuerte sich in einzelnen Regionen gar um über 100 Prozent – eine Belastung, die Airlines zu neuen Strategien zwingt. Die Lufthansa könne Preissteigerungen dank ihrer Absicherung für eine Weile abfedern, trotzdem bleibt eine gewisse Unsicherheit, wie Vittadini einräumt. "Natürlich spürt auch unser Unternehmen die Kosten – eine Vollkasko vor der Krise gibt es nicht." Neben wirtschaftlichen Sorgen ist das Ganze auch eine Frage von Planung und Improvisation: Wie lange reichen die Reserven, und wie flexibel lässt sich die Airline auf noch unberechenbarere Marktbedingungen einstellen? Man kann da schon ins Grübeln geraten.
Lufthansa befürchtet, dass eine anhaltende Instabilität im Nahen Osten, insbesondere durch die angespannte Lage an der Straße von Hormus, zu ernsten Störungen in der Treibstoffversorgung führen könnte. Bereits jetzt steigen Kerosinpreise teils dramatisch an, da zentrale Lieferwege unsicher sind und Ausweichrouten fehlen. Die Lufthansa hat einen Großteil ihres Treibstoffbedarfs für dieses Jahr abgesichert, warnt aber vor langfristigen Risiken und sieht die Notwendigkeit, Strategien und Reserven angesichts unvorhersehbarer politischer Entwicklungen permanent zu hinterfragen. Aktuelle Berichte in führenden deutschen Zeitungen bestätigen, dass weitere Airlines und Flughäfen ähnliche Herausforderungen melden, und warnen vor Dominoeffekten für Passagiere, Fracht und gesamte Lieferketten.