Manchmal schaue ich mir Luftaufnahmen solcher Häuser an und frage mich, wie viel sie wohl von ihrer Umgebung 'aufnehmen'. Süd-Bretagne – das heißt Wind, salzige Luft, Felder, die in Buchten auslaufen, und dieses flirrende Licht. Genau an so einem Ort stehen nun zwei Häuser, von Riguidel Architectes entwickelt, auf einer Anhöhe von Belz: Le Rhune (passend, denn 'der Hügel'). Die eine Seite in fast schmerzhaftem Weiß, die andere ein stilles Schwarzgrau. Was makellos klingt, ist das Ergebnis langer Überlegungen. Tatsächlich erzählen die Wände aufsässig gegen Einförmigkeit, knüpfen aber in Form, Proportion und den schrägen Dächern freundlich an die Küstentradition an – Fischerhäuser mit Sinn für neue Zeiten.
Das Material? PREFALZ-Aluminium, das wie eine Art zweite Haut wirkt. Und die Verlegung: Schnurgerade Falze, quer über Fassade und Dach gezogen, ganz ohne Schnickschnack an den Rändern. Der Clou an diesen 'Hauszwillingen' ist, dass jeder sich zurücknehmen muss für das andere und beide trotzdem eigene Charakterzüge haben. Zwischen ihnen ein Raum – vermutlich die halbe Miete für spätere, laue Sommerabende oder spontane Treffen beim Frühstück.
Innen wurde alles gedreht: Schlafräume im Erdgeschoss, Leben (und Meerblick?) oben darunter, noch ein Schlafplatz unter dem First. Die Fassade verschmilzt mit der Natur, nicht nur im Look, sondern auch in Funktion, denn das Aluminium ist nicht nur wetterdicht, sondern fast schon gelassen allergisch gegen den Zahn der Zeit.
Was CLB Couverture Le Blaye da baute, besticht durch die Details: präzise Fensterlaibungen, keine Dachüberstände, alles streng, aber nicht steril. Besonders praktisch: PREFALZ kann viel Hitze ab, im Sommer sinnvoll, wenn an der Küste die Luft steht. Viel Vorfertigung in der Werkstatt, weniger Stress draußen – klingt nach einem plausiblen Rezept für langlebige Architektur.
Dass PREFA in Sachen Umwelt und Kreislaufwirtschaft ambitioniert vorgeht, bleibt keine leere Geste. Fast neun Zehntel Recycling-Aluminium, 99 Prozent Abfall-Rückführung, und fast ausschließlich grüner Strom aus diversen Quellen. Böse Zungen mögen das als industrielle PR abtun – ehrlich gesagt, in der Branche ist das alles andere als selbstverständlich.
Alles in allem: Zwei Häuser, die vieles verbinden – alt und neu, Schwarz und Weiß, Nachbarschaft und Eigenheit. Französischer Küstenwind weht durch solide Technik und ein bisschen Poesie im Material.
Zwei benachbarte Wohnhäuser in Belz wurden von Riguidel Architectes entworfen: Beide knüpfen formal an die klassischen bretonischen Fischerhäuser an, sind jedoch durch den Einsatz von Aluminium in Reinweiß und Schwarzgrau sowie klare, zeitgenössische Linienführung deutlich modernisiert. Das architektonische Konzept betont die Verbindung von Tradition und Gegenwart sowie einen bewussten Umgang mit der Umgebung: So sind die Lebensräume so ausgerichtet, dass sie optimal Licht, Sicht und Natur integrieren. Ergänzend ist der ökologische Gedanke präsent: PREFALZ-Produkte bestehen zu einem Großteil aus recyceltem Material und werden zu fast 100 Prozent in den Produktionskreislauf zurückgeführt, was die Nachhaltigkeit des Projekts unterstreicht.
Neuste Informationen aus anderen Quellen machten deutlich, dass zeitgemäße Architektur in der Bretagne immer stärker ökologische und soziale Komponenten einbezieht, beispielsweise werden neue Baumaterialien auf ihre CO2-Bilanz geprüft und die Integration in die Dorfgemeinschaft spielt eine wachsende Rolle. Laut süddeutsche.de und der taz werden dabei lokale Handwerkstraditionen mit Industriezulieferern kombiniert, was die Verschränkung von Regionalität und Innovation sichtbar macht. Stichproben in aktuellen Artikeln zeigen außerdem, dass vor allem die Küstenregionen Frankreichs zunehmend mit Folgen des Klimawandels und strengeren Bauauflagen konfrontiert sind, was den Trend zu nachhaltigen Baukonzepten weiter vorantreibt.