Podcast-Reihe 'Seelenfänger': Neue Staffel wirft Licht auf die Gemeinschaft Kwasizabantu
Was verbirgt sich hinter 'Kwasizabantu', übersetzt so viel wie 'der Ort, an dem Menschen Hilfe finden'? In der siebten Seelenfänger-Staffel erzählen ehemalige Angehörige der kontroversen Glaubensgemeinschaft von Misshandlungen, Angst und Unterdrückung. Die investigative Podcast-Serie geht ab dem 4. Juni auf ARD Sounds der Frage nach, ob sich die Zustände wirklich verändert haben.
heute 16:59 Uhr | 3 mal gelesen
In dieser neuen Podcast-Staffel betritt 'Seelenfänger' ungewohnte Pfade: Rebecka, einst Teil einer deutschen Gruppe von Kwasizabantu, bricht zum ersten Mal ihr Schweigen und stellt sich den Schatten ihrer Kindheit. Ein Auslöser der Konfrontation: Eine Nachricht von einem Mann, den sie aus Kindheitstagen mit schmerzhaften Erinnerungen verbindet. Die Hosts Emeli Glaser und Dennis Müller machen sich mit ihrem Team quer durch Europa und bis nach Südafrika auf die Suche nach Antworten. Wie erleben ehemalige Mitglieder das Leben nach dem Ausstieg? Was passiert heute in den internationalen Kwasizabantu-Gemeinden? Während Emeli die Zentrale in Südafrika besucht und mit Überlebenden spricht, taucht das Podcast-Team in Deutschland tief in die Historie und das Weiterleben der Bewegung ein. Interessant: Einige deutsche Gemeinden haben sich offiziell von Kwasizabantu distanziert, während andere trotzig an alten Traditionen festhalten – verborgen in der ländlichen Idylle. Ganz nebenbei: Die Macher des Podcasts, in der Redaktion 'Religion und Orientierung' beheimatet, widmen sich in jeder Staffel einer anderen problematischen spirituellen Gruppierung. Die letzte Staffel räumte sogar einen kirchlichen Medienpreis ab.
Die siebte Staffel von 'Seelenfänger' nimmt sich Kwasizabantu vor, einer Gemeinschaft mit südafrikanischen Wurzeln, die in Deutschland und anderen Ländern durch abschottende Strukturen, harte Strafen und seelische Manipulation auffiel. Recherchierend und oft emotional konfrontativ tauchen die Podcast-Hosts in die Geschichte ein, sprechen mit Opfern wie Rebecka und suchen weltweit nach aktuellen Spuren der Gemeinschaft. Aktuelle Medienberichte (u.a. bei Zeit Online und taz) zeigen, dass die Aufarbeitung sexualisierter Gewalt und psychischer Kontrolle bei Kwasizabantu und ähnlichen Organisationen längst nicht abgeschlossen ist – die öffentliche Debatte bekommt durch Formate wie diesen Podcast neue Dynamik und löst neue Diskussionen über Religionsfreiheit, Missbrauch und Verantwortung kirchlicher Organisationen aus.