SAP führt Budgetkappen für den KI-Einsatz ein

Um der rasant wachsenden Ausgabenflut im Bereich Künstliche Intelligenz entgegenzuwirken, greift SAP mit einem ausgeklügelten Kostenbegrenzungssystem durch.

heute 18:03 Uhr | 2 mal gelesen

„Die Ausgaben für Token schnellen dieses Jahr bei uns massiv in die Höhe“, räumte Finanzvorstand Dominik Asam im Gespräch mit dem "Handelsblatt" ein. SAP macht den nächsten Schritt: Weg vom Ausprobieren, hin zur festen Integration – mit strengeren Kontrollen. Der Token, gewissermaßen das Zählwerk der künstlichen Intelligenz, wird zum Dreh- und Angelpunkt der Budgetierung.

SAP will die Kosten im Zaum halten, und zwar mit einem Modell, das dreistufig ausfällt: Wenignutzer bekommen im 'Basic'-Paket 100 Euro pro Monat, in eher technischen Positionen gibt’s ein 'Pro'-Limit von 500 Euro. Eine kleine Gruppe darf mit dem 'Pro Max'-Paket bis zu 5.000 Euro monatlich KI-Dienste beanspruchen; mit Extra-Segen einer Führungskraft sind sogar einmal 50.000 Euro machbar. Details behält der Konzern bislang für sich – zumindest offiziell.

Eine Art Frühwarnsystem ist eingebaut: Knackt jemand 50 oder 80 Prozent seiner monatlichen KI-Quote, gibt’s eine Benachrichtigung. Wer konsequent am Limit operiert, muss höhere Instanzen einschalten. Die Finanzsparte arbeitet dabei Hand in Hand mit der internen IT, damit jeder einzelne Bereich weiß, wie viel Token-Geld eigentlich worin verschwindet. Ganz ehrlich – eine echte Transparenzoffensive, sagt zumindest Asam.

SAP reagiert auf den massiven Anstieg von KI-Kosten, indem das Unternehmen ein mehrstufiges Kontrollsystem zur Budgetierung je nach Nutzergruppe einführen will. Laut CEO Klein ist die Zunahme der Token-Nutzung auch ein Zeichen dafür, wie tief KI bereits in die Abläufe eingebettet ist – doch hohe Kosten fordern nun strukturierte Gegenmaßnahmen. Neben SAP wachen auch andere Technologiekonzerne über ihr KI-Budget, denn der Hype um AI lässt die Infrastrukturkosten für Hardware, Speicher und Cloud sprunghaft ansteigen; Unternehmen wie Microsoft, Google und Amazon setzen mittlerweile ebenfalls auf interne Obergrenzen und transparentere Abrechnungsstrukturen bei der KI-Nutzung. Zusätzlich verschärfen neue EU-Regularien den Druck, einen verantwortungsvollen und kosteneffizienten KI-Einsatz nachweisen zu können. Die Diskussion um Token als Abrechungsmaßstab schafft dabei völlig neue Fragen zur Steuerung von Ressourcen und Datenschutz, was die Entwicklung entsprechender Managementsysteme wahrscheinlicher macht.

Schlagwort aus diesem Artikel