Der Februar 2026 brachte für landwirtschaftliche Produzenten wenig Freude: Im Vergleich zum Februar 2025 verzeichneten die Erzeugerpreise einen deutlichen Rückgang um 10,9 Prozent. Schon die Monate davor waren von fallenden Preisen geprägt – Januar noch minus 10,1, Dezember immerhin minus 8,3 Prozent. Laut Statistischem Bundesamt stieg der Index im Februar zwar minimal um 0,6 Prozent gegenüber Januar, dennoch bleibt das Bild trüb.
Im Detail: Pflanzliche Produkte verteuerten sich zum Vormonat zwar um vier Prozent, liegen aber im Jahresvergleich satte 11,6 Prozent niedriger. Für tierische Erzeugnisse müssen Landwirte 10,3 Prozent weniger verlangen als noch 2025 – besonders bei Milch (-26,2 Prozent!) schlägt das durch. Bei Eiern gibt’s allerdings den „Ausreißer“: Hier sind die Preise mit +15,9 Prozent im Jahresvergleich nach oben geschnellt. Bemerkenswert auch die Extreme: Speisekartoffeln wurden im Februar um mehr als die Hälfte günstiger angeboten als 2025, bei Obst fiel der Preis im Schnitt sogar um ein Viertel. Während Gemüse insgesamt 5,5 Prozent teurer gehandelt wurde.
Wer sich die einzelnen Getreidearten anschaut, findet ein ähnliches Bild – Weizen & Co kosten im Jahresvergleich fast 18 Prozent weniger. Handelsgewächse bewegen sich knapp drei Prozent im Minus, Raps fällt mit -4,9 Prozent auf, Futterpflanzen rauschen um fast 13 Prozent herunter. Dagegen konnte sich der Weinsektor mit einem zarten Plus von 1,4 Prozent behaupten.
Im Bereich der tierischen Erzeugnisse sieht es differenzierter aus: Während Milch wie angesprochen Sorgen macht, steigen die Preise für Rinder (+17,1 Prozent) und Geflügel (+5,6 Prozent). Schweinefleisch hingegen verbilligt sich um stolze 12,9 Prozent. Insgesamt zeigt der Markt derzeit eine verworrene Tendenz – und nicht selten stehen landwirtschaftliche Betriebe ratlos da. Ich frage mich manchmal, wie viele Kniffe und schlaflose Nächte nötig sind, um mit solchen Preisschwankungen zu jonglieren. Klar, Marktdynamik liest sich nüchtern in Statistiken, aber dahinter stehen Existenzen – das darf man nicht vergessen.
Die Preise landwirtschaftlicher Erzeugnisse in Deutschland sind im Februar 2026 erheblich gesunken, was vor allem auf den drastischen Preisverfall bei Milch, Speisekartoffeln und Obst zurückgeht. Allerdings entwickelten sich die einzelnen Sparten sehr unterschiedlich: Während der Ackerbau teils massive Preiseinbrüche hinnehmen musste, konnten Geflügelhalter und Rinderzüchter von gestiegenen Preisen profitieren. Aktuell diskutiert die Branche unter anderem über eine mögliche Überproduktion einiger Güter, Preisdruck durch Importe sowie Unsicherheiten bezüglich neuer Umweltregularien, was die wirtschaftliche Lage vieler Höfe weiter erschwert. Außerdem warnen Experten davor, dass die anhaltende Preisvolatilität mittelfristig Investitionen und die Innovationsfreude in der Landwirtschaft bremsen könnte.