Heizen im Winter? Verbraucherzentrale befürchtet Kostenlawine

Mit bangem Blick auf fast leere Gasspeicher und ohne Hoffnung auf fallende Preise warnt der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV): Im nächsten Winter könnte die Heizrechnung zum echten Schock werden.

heute 08:00 Uhr | 3 mal gelesen

Ramona Pop, Chefin des VZBV, bringt es unverblümt auf den Punkt: 'Wenn die Energiekrise nicht bald nachlässt, müssen wir uns auf deutliche Preissprünge beim Gas einstellen.' Ein ziemliches Risiko – auf günstiges Gas im Sommer zu setzen, vor allem angesichts der unsicheren Lage rund um die Straße von Hormus. Wer glaubt, die Speicher könnten problemlos gefüllt werden, könnte am Ende frierend dastehen, mahnt Pop. Ihrer Ansicht nach hat die Politik aus dem Ukraine-Krieg nicht genügend Schlüsse gezogen – Versäumnisse könnten jetzt teuer werden. Und sollte der Iran-Konflikt weiterhin für Unruhe sorgen, braucht es aus ihrer Sicht dringend Schutzmechanismen gegen explodierende Kosten. Falls es wirklich kalt wird und die Gaspreise nach oben schießen, müsste Berlin wohl doch wieder eine Gaspreisbremse ins Spiel bringen – auch wenn das niemanden begeistert. Pop empfiehlt Verbraucherinnen und Verbrauchern dringend, schon jetzt über einen Anbieterwechsel und neue Verträge nachzudenken. Wer zu spät kommt, den trifft die Rechnung doppelt hart.

Die Gefahr eines sprunghaften Anstiegs der Heizkosten ist laut VZBV in diesem Winter nicht gebannt, zumal geopolitische Unsicherheiten – speziell die Krise am persischen Golf und eine mangelnde Vorbereitung durch die Politik – die Lage verschärfen. Verbraucher:innen sollten deshalb ihre Gasverträge und Anbieter kritisch prüfen, um nicht in eine Kostenfalle zu tappen. Laut aktuellen Berichten ist das Thema Energieknappheit weiterhin hochbrisant: Gerade in den letzten Tagen wird das Risiko von Preisanstiegen verstärkt angesprochen, und die Bundesregierung steht unter Druck, wirksamere Maßnahmen für den sozialen Ausgleich einzuleiten. Außerdem zeigen neue Publikationen, dass Energieversorger aktuell besonders vorsichtig bei ihrer Einkaufspolitik agieren, teils werden Verträge mit längerer Laufzeit vermieden, um Preissprünge nicht an die Kunden weiterreichen zu müssen. Die unsichere Situation am Weltmarkt wirkt sich unmittelbar auf die Preise in Deutschland aus, wobei auch andere Faktoren wie die anhaltend hohe Nachfrage aus China und stockende LNG-Lieferungen europäische Versorger zusätzlich unter Stress setzen. Neue Ansätze zur Entlastung, etwa gezielte Energiezuschüsse für einkommensschwache Haushalte oder eine Verlängerung der Energiesteuer-Senkung, werden in Politik und Gesellschaft aktuell intensiv diskutiert.

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