Die gesetzliche Rentenversicherung – das klingt häufig nach grauem Paragrafenwerk, betrifft aber im Kern das, was Menschen mit harter Arbeit im Laufe eines Lebens erwirtschaftet haben. "Das war, ist und bleibt mehr als nur ein Rettungsring!", betont Dirk Wiese von der SPD pointiert. Wenn man plötzlich die Rente in ein bloßes Basismodell verwandeln wolle, werfe das Fragen auf: Wo bleibt dann das Vertrauen der Beitragszahler? Denn ein Abrutschen in bloße Grundsicherunging wolle die SPD nicht hinnehmen. Gleichzeitig steht Wiese auch nicht für Stillstand. Die jüngste Modernisierung der Riesterrente – Stichwort neue, privat finanzierte Altersvorsorge – sei ein Baustein. Betriebsrenten könnten durchaus noch gestärkt werden, sagt er. Und, eine Idee, die nach mehr klingt: Warum zahlen nicht auch Bundestagsabgeordnete in die Rentenkasse ein? Außerdem schielen viele nach Österreich oder in die Niederlande, Länder, die mit ihren mutigen Modellen teils Neugier, teils Neid erzeugen – vielleicht könnten wir dort abschauen? Die entscheidenden Weichen stellt nun die Rentenkommission, die noch diesen Monat konkrete Empfehlungen liefern wird. Wiese bleibt gelassen: Erst zuhören, dann bewerten.
Im aktuellen Schlagabtausch um die Zukunft der gesetzlichen Rente hat Dirk Wiese (SPD) klargestellt: Die gesetzliche Rentenversicherung darf nicht auf eine bloße Grundsicherung zusammengeschrumpft werden. Während Wiese Offenheit für Innovationen – etwa die Weiterentwicklung der privaten und betrieblichen Vorsorge – signalisiert, pocht er auf eine verlässliche, solidarische Rente als Fundament. Österreich und die Niederlande dienen ihm dabei als mögliche Vorbilder für ein gerechteres Rentensystem – aber die endgültige Richtung wird wohl erst nach der Vorlage der Rentenkommission am 30. Juni klar.