Immobiliendarlehen im Aufwind – Jahresauftakt übertrifft Erwartungen

Zu Beginn des Jahres 2026 legte das Volumen neuer Immobiliendarlehen sichtbar zu – Wohn- wie Gewerbeimmobilien profitieren vom wachsenden Finanzierungsmarkt.

heute 08:48 Uhr | 3 mal gelesen

Manchmal dreht sich das Rad der Finanzwelt schneller, als selbst Branchenkenner vermuten. So auch von Januar bis März 2026: Die Mitglieder des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (VDP) vergaben im ersten Quartal zusammen Kredite im Wert von 39,8 Milliarden Euro. Verglichen mit dem gleichen Zeitraum des Vorjahres bedeutet das ein Plus von nahezu sechs Prozent; selbst gegenüber dem letzten Quartal 2025 gibt es ein kleines, aber feines Wachstum von gut vier Prozent. Besonders die Finanzierung von Wohnimmobilien ist nach wie vor das Zugpferd: Mit 25,2 Milliarden Euro flossen erneut über die Hälfte aller neuen Darlehen in Eigenheime und Wohnungen – leicht mehr als zwölf Monate zuvor. Interessant ist ein Blick aufs Detail: Bei den privaten Immobilienfinanzierungen entfielen fast die Hälfte (nämlich 47,2 Prozent) auf Ein- und Zweifamilienhäuser, gefolgt von Mehrfamilienhäusern (25,8 Prozent) und Eigentumswohnungen (22,2 Prozent). Bei Gewerbeimmobilien gab es ordentlich Bewegung – fast 14,6 Milliarden Euro und damit über zwölf Prozent mehr als im letzten Jahr. Büros und Handelsimmobilien sind da Spitzenreiter, doch auch Hotels, Industriegebäude und andere gewerblich genutzte Objekte erlebten einen kleinen Aufschwung – wenn auch von niedrigem Niveau aus. Vieles bleibt dennoch ungewiss. Der VDP reagiert gelassen auf die von BaFin und Bundesbank ausgegebene Warnung vor Risiken in der Wohnimmobilienfinanzierung. Geschäftsführer Jens Tolckmitt hält diese Bedenken für übertrieben, denn Totalausfälle seien die Ausnahme, nicht die Regel. Gleichzeitig schweben über dem Markt noch Risiken und Unklarheiten, zum Beispiel die mögliche Wirkung des Iran-Kriegs auf das Finanzierungsumfeld – das werde sich aber erst ab dem zweiten Quartal zeigen, so Tolckmitt. Unterdessen schätzt der Verband die politischen Pläne zum Gebäudetyp E als einen grundlegend richtigen Schritt, auch wenn kurzfristig dadurch der Eigenkapitalbedarf beim Immobilienerwerb nicht signifikant zurückgehen dürfte. Am Stichtag 31. März 2026 lagen die Darlehensbestände der VDP-Banken insgesamt bei 1.040,4 Milliarden Euro – fast deckungsgleich mit dem Vorquartal. Ein Blick auf Deutschland: Rund 85 Prozent der ausgereichten Gelder investierten die Banken weiterhin in heimische Immobilien. Der Rest? Der verteilt sich, na klar, über Europas Grenzen hinaus – aber das ist eine andere Geschichte.

Das Finanzierungsgeschäft für Immobilien hat sich im ersten Quartal 2026 wieder belebt – sowohl im privaten als auch im gewerblichen Bereich beobachtet der Verband deutscher Pfandbriefbanken deutliche Zuwächse. Obwohl die Aufsichtsinstitutionen vor steigenden Risiken warnen, schätzt der VDP das Ausfallrisiko weiterhin als gering ein und verweist auf strukturelle Stabilität bei Wohnimmobilienkrediten. Während politische Maßnahmen wie der Gebäudetyp E begrüßt werden, dürfte deren Einfluss auf den realen Finanzierungsbedarf zunächst begrenzt bleiben – zudem steht die potenzielle Auswirkung geopolitischer Entwicklungen wie des Iran-Kriegs noch aus. Ergänzungen aus aktuellen Recherchen: 2024 hat sich die Kreditvergabe ohnehin durch ein leichtes Zinsdämpfen sowie Förderprogramme für klimafreundliches Bauen wieder stabilisiert. Die Banken beobachten ein verhaltenes, aber wachsendes Interesse von Investoren an nachhaltigen Bauprojekten. Außerdem verdichten sich in der Branche die Überlegungen, wie etwa digitale Anträge oder schnellere Prüfverfahren die Darlehensvergabe weiter beschleunigen könnten.

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