Bundesdigitalminister Karsten Wildberger will bei der Wiedereinführung der Attestpflicht nicht über die Köpfe der Ärztinnen und Ärzte hinweg entscheiden. Das Ziel ist, digitale Arbeitsweisen im Gesundheitswesen deutlich auszubauen, ohne dabei Praxen und Kliniken mit zusätzlicher Bürokratie zu überfordern. Während verschiedene Interessengruppen weiter Uneinigkeit über die Details zeigen, bemüht sich das Ministerium, praxisnahe, entlastende digitale Lösungen zu implementieren – von Tools für die Ausstellung und Übermittlung von Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen bis zu klar geregelten und sicheren Rahmenbedingungen für Videosprechstunden. Mit Blick auf aktuelle Entwicklungen im Netz berichten mehrere Medien, dass die Debatte über digitale Gesundheitsanwendungen und die Balance zwischen praktischer Umsetzbarkeit und Schutz sensibler Daten aktuell an Schärfe gewinnt. Auch geht es um die Herausforderung, Datenschutz und Zugänglichkeit so zu verzahnen, dass alle Beteiligten – Patient:innen, Ärzt:innen und Arbeitgeber – am Ende profitieren. Offen bleibt, wie sich die Digitalisierungstendenz auf das klassische Arzt-Patienten-Verhältnis auswirken wird. Interessant: Einige Expert:innen fordern verstärkte Fortbildungen, damit das Personal die neuen digitalen Anwendungen souverän nutzen kann.