Digitalisierungsminister plädiert für praktikable Umsetzung der Attestpflicht

Karsten Wildberger (CDU), der Bundesminister für Digitales, will bei der geplanten Attestpflicht verstärkt auf digitale Lösungen setzen und die Bedenken aus den Arztpraxen ernst nehmen. Vor allem soll die neue Regelung alltagstauglich und keine zusätzliche Belastung werden.

heute 10:59 Uhr | 2 mal gelesen

Die eigentliche Entscheidung zur (Wieder-)Einführung der Attestpflicht steht – jetzt geht es ums konkrete Wie. Wildberger betont, man könne nicht einfach an der Lebenswirklichkeit von Arztpraxen vorbei regeln. 'Klar, Feedback ist notwendig. Wir schauen ganz genau hin.' Im Kern, so sagt er, handle es sich um eine Rückkehr zu einer früheren Praxis, wie sie schon vor der Pandemie üblich war. Der Unterschied heute: Die Digitalisierung hat Einzug gehalten, und das muss sich auch bei solchen Formalitäten wie Attesten zeigen. "Entlastung ist das Zauberwort: Sowohl Ärzte als auch Kliniken brauchen digitale Prozesse, die sie unterstützen, nicht ausbremsen." – so Wildberger. Was die Online-Sprechstunden betrifft, seien die Anbieter und ihre technischen Lösungen genau im Blick, damit die digitale Umsetzung nicht zum Stolperstein werde. Denn: Am Ende zählt, dass es in der Praxis funktioniert und der Alltag nicht komplizierter wird als vorher. Interessant eigentlich: Der Wunsch nach mehr Digitalisierung findet sogar bei Skeptikern der alten Attestregel Anklang, auch wenn Unsicherheit darüber herrscht, wie alltagstauglich das Ganze wirklich wird.

Bundesdigitalminister Karsten Wildberger will bei der Wiedereinführung der Attestpflicht nicht über die Köpfe der Ärztinnen und Ärzte hinweg entscheiden. Das Ziel ist, digitale Arbeitsweisen im Gesundheitswesen deutlich auszubauen, ohne dabei Praxen und Kliniken mit zusätzlicher Bürokratie zu überfordern. Während verschiedene Interessengruppen weiter Uneinigkeit über die Details zeigen, bemüht sich das Ministerium, praxisnahe, entlastende digitale Lösungen zu implementieren – von Tools für die Ausstellung und Übermittlung von Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen bis zu klar geregelten und sicheren Rahmenbedingungen für Videosprechstunden. Mit Blick auf aktuelle Entwicklungen im Netz berichten mehrere Medien, dass die Debatte über digitale Gesundheitsanwendungen und die Balance zwischen praktischer Umsetzbarkeit und Schutz sensibler Daten aktuell an Schärfe gewinnt. Auch geht es um die Herausforderung, Datenschutz und Zugänglichkeit so zu verzahnen, dass alle Beteiligten – Patient:innen, Ärzt:innen und Arbeitgeber – am Ende profitieren. Offen bleibt, wie sich die Digitalisierungstendenz auf das klassische Arzt-Patienten-Verhältnis auswirken wird. Interessant: Einige Expert:innen fordern verstärkte Fortbildungen, damit das Personal die neuen digitalen Anwendungen souverän nutzen kann.

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