Vorsprung durch Vorsicht: Wie Ulrich Kammerer Unternehmern die Angst vor der Insolvenz nimmt

Ettlingen – Alles scheint rund zu laufen: Die Werke brummen, Rechnungen trudeln ein, die Belegschaft erledigt ihren Job. Doch im Hintergrund sammeln sich oft gefährliche Stolpersteine – verspätete Geldeingänge, offene Rechnungen, Ärger mit Behörden oder Krankenkassen. Viele merken erst zu spät, wie gravierend sich kleine Versäumnisse im Alltag auswirken können. Plötzliche Insolvenz? Oft ist sie weniger überraschend, als es scheint. Wie kommt man der Krise zuvor – und was tun, wenn es doch ernst wird?

heute 10:00 Uhr | 1 mal gelesen

Viele Unternehmer setzen Insolvenz gleich mit Untergang: Alles, so glauben sie, steht auf dem Spiel – Ruf, Privatvermögen, Zukunft. Dabei passiert das eigentliche Drama meist viel früher, wenn Risiken verleugnet werden. Liquiditätslücken? Ach, das ist nur vorübergehend – so redet man sich die Zeichen schön. Das tückische daran: Wer zögert, verspielt Zeit und Spielraum. Ulrich Kammerer kennt dieses Terrain nicht nur aus der Theorie. Der Mann hat als Geschäftsführer Hunderte Unternehmen begleitet – und selbst im Feuer gestanden. Seine Botschaft: Wer früh die eigenen Schwachstellen anschaut, kommt nicht nur besser raus, sondern kann im besten Fall sogar gestärkt neu durchstarten. Ein häufiger Fehler: Warnhinweise werden ignoriert. Häufig sind es gar nicht einzelne Fehlentscheidungen, sondern ein Zusammenspiel aus sinkenden Gewinnen, ausbleibenden Aufträgen und latenten Zahlungsschwierigkeiten. Gerade die sogenannte drohende Zahlungsunfähigkeit – quasi die Vorstufe zum Kollaps – wird noch viel zu selten als Chance erkannt. In diesem Stadium können Unternehmer, rechtzeitig informiert, offene Fragen klären, Verträge neu verhandeln oder nachjustieren, bevor es zu spät ist. Kammerer setzt auf Aufklärung, Erfahrung und einen kritischen Realismus. Mitten in der Krise gibt es Möglichkeiten, teils unerwartet große: Schutzschirmverfahren, Eigenverwaltung, StaRUG – lauter Begriffe, die Hoffnung verheißen, wenn man sie rechtzeitig anpackt. Das Unternehmen selbst bleibt Herr der Lage, während fachkundige Hilfe die Sanierung lenkt. Jeder Fall ist anders, deshalb zählt das individuelle Hinschauen mehr als Prinzipienreiterei. Natürlich, manchmal sind Unsicherheiten da – ist das alles zu retten? Lohnt sich der Aufwand? In vielen Fällen, so hat Kammerer wiederholt gesehen, zahlt sich der frühe Einsatz aus. Wer sein Unternehmen im Blick behält, weiß: Krisen sind kein Makel, sondern fast unvermeidlicher Bestandteil unternehmerischen Lebens. Die Kunst besteht darin, vorbereitet zu sein – dann verliert selbst die Insolvenz ihren Schrecken. "Insolvenz ist kein Versagen, sondern ein Werkzeug", meint Kammerer. Mit Kenntnis, Überblick und Mut erhalten Chefs ihre Handlungsfähigkeit – und können das eigene Lebenswerk, statt es zu verlieren, neugestalten. Wer wissen will, ob das eigene Unternehmen bereits unsicheren Boden betritt, sollte sich rechtzeitig Rat holen – nicht als letztes Mittel, sondern als klugen Schritt. Übrigens: Wer Kammerers Weg kennenlernen will, kann sich direkt bei ihm melden.

Ulrich Kammerer, Sanierungsexperte und selbst ein erfahrener Unternehmer, rät: Keine Angst vor dem Insolvenzthema – aber bitte auch keine Vogel-Strauß-Politik. Risiken erkennen, bevor es brennt, und nicht erst im Notfall handeln – das ist seine wichtigste Botschaft, unterlegt von persönlichen Erfahrungen und über 400 begleiteten Verfahren, in denen Werte weiter gesichert werden konnten. Tatsächlich sind Insolvenzen in Deutschland zuletzt wieder leicht angestiegen, etwa in Folge der wirtschaftlichen Folgen der Covid-19-Pandemie, Energiekrisen und gestiegener Zinsen; gerade der Handel und Dienstleistungssektor sind laut [Destatis](https://www.destatis.de) verstärkt betroffen. Experten empfehlen einen bewussteren Umgang mit Krisensignalen und den frühzeitigen Austausch mit Beratern, um Handlungsoptionen wie Eigenverwaltung, Schutzschirmverfahren oder Sanierungsmoderation auszuschöpfen. Auch politische Forderungen nach einfacheren Insolvenzregelungen nehmen zu, um insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen den Neustart nach einer Krise zu erleichtern.

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