Der CDU-Minister Karsten Wildberger setzt sich dafür ein, die Lkw-Fahrverbote an bundesweit uneinheitlichen Feiertagen zu vereinheitlichen – Hintergrund ist der aktuell bestehende Flickenteppich, bei dem Lkw-Fahrer teils an den Landesgrenzen warten müssen. Nach seiner Argumentation wären so jährlich etwa 100.000 Lkw unnötiger Wartezeiten und Leerfahrten weniger unterwegs, was nicht nur Kosten und Zeit spart, sondern angeblich auch für zuverlässigere Warenlieferungen sorgt. Kritikerinnen und Kritiker bezweifeln, ob die Maßnahme tatsächlich zu merklich weniger Stress führt, schließlich könnten private Autofahrer mit mehr Lkw-Verkehr rechnen – in den Medien wurde zudem diskutiert, dass die ohnehin angespannte Verkehrslage auf deutschen Autobahnen eine zusätzliche Herausforderung werden könnte. Der Vorschlag stößt bei Logistikverbänden erwartungsgemäß auf Zustimmung, während Gewerkschaften insbesondere auf Arbeitsbelastungen und Sicherheitsaspekte für FahrerInnen hinweisen. Recherche ergibt, dass sich die meisten großen Zeitungen den Fokus auf den Zielkonflikt Versorgungssicherheit versus Verkehrssicherheit legen und zudem die Frage nach den Auswirkungen auf regionale Feiertagspraktiken und Tourismus angesprochen wird. Weiterhin gibt es Stimmen, die den Vorstoß als Symbolpolitik wahrnehmen – pragmatische Reform oder populistische Maßnahme?