Chrupalla äußert sich zurückhaltend zu möglicher Kooperation mit BSW

AfD-Vorsitzender Tino Chrupalla bleibt mit Blick auf eine potenzielle Zusammenarbeit seiner Partei mit dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) nach den anstehenden Landtagswahlen im Herbst auffällig zurückhaltend.

heute 09:57 Uhr | 3 mal gelesen

Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) wandte sich jüngst per Brief an die AfD-Führung und machte darin deutlich, dass es mit der sogenannten Brandmauer wenig anfangen kann. Chrupalla wiederum betonte im Gespräch mit dem Deutschlandfunk, dass man gesprächsbereit sei, wenn das Gegenüber auch ernsthaft den Dialog suche. 'Man setzt sich ohnehin erst nach den Wahlen zusammen, wenn man weiß, wie die Mehrheiten wirklich liegen. Ob das BSW in den Landtag kommt, ob die SPD es überhaupt schafft – das muss man erstmal abwarten.' Zweifel an der einheitlichen Linie der BSW äußerte Chrupalla ebenfalls: 'Das BSW in Mecklenburg-Vorpommern klingt anders als jenes in Thüringen.' Zudem schwang Unzufriedenheit darüber mit, dass der Kontaktversuch öffentlich gemacht wurde, bevor intern gesprochen wurde. Besonders betonte er zuletzt die Hoffnung, die AfD könne in Sachsen-Anhalt oder Mecklenburg-Vorpommern vielleicht ohnehin ohne Koalitionspartner auskommen.

Tino Chrupalla, der Parteichef der AfD, vermied eine klare Aussage zur Möglichkeit einer Zusammenarbeit mit dem BSW, nachdem dieses seine Ablehnung der Brandmauer-Grenzziehung öffentlich gemacht hatte. Er verwies darauf, dass zunächst die Ergebnisse der Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern abgewartet werden müssten, bevor über mögliche Kooperationen gesprochen werden könne. Zusätzlich kritisierte Chrupalla die fehlende Geschlossenheit beim BSW und die Tatsache, dass die Annäherung über die Medien stattfand, statt intern zu kommunizieren. Recherchiert man in aktuellen Nachrichten, wird deutlich, dass die Debatte um mögliche Bündnisse zwischen AfD und BSW von viel Misstrauen auf beiden Seiten und einer unübersichtlichen Gemengelage innerhalb der Parteien begleitet wird. Mehrere Beobachter betonen, dass der Umgang der sogenannten ‘Brandmauer’ unter politischen Akteuren derzeit ein zentrales Streitthema bleibt. Außerdem wird auf die Bedeutung der Wahlergebnisse für alle künftigen Koalitionsoptionen hingewiesen, zumal die Prognosen ungewöhnlich offen sind – weiterhin bestehen enorme Unsicherheiten im Hinblick auf die Entwicklung des BSW und dessen Ausrichtung nach den Landtagswahlen.

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