Historischer Schritt: Endlich offene Grenze zwischen Spanien und Gibraltar

Mitten in der Nacht verschwanden am Mittwoch die letzten Grenzkontrollen zwischen Spanien und Gibraltar – ein Ereignis, das fast ein bisschen surreal wirkt.

heute 09:54 Uhr | 2 mal gelesen

Seit wenigen Stunden läuft der Grenzübertritt zwischen Spanien und Gibraltar komplett ohne die früher mühsamen Kontrollen ab. Wer nach Gibraltar einreist, unterliegt jetzt schlicht den Schengen-Bestimmungen – das klingt für viele erstmal erstaunlich angesichts der langen, komplizierten Geschichte dieser Ecke Europas. Bald soll sogar der alte Metallzaun, der seit 1908 die beiden Seiten trennte, abgebaut werden. Letzte Woche hatten sich EU und Großbritannien überraschend auf die Grundzüge eines neuen Abkommens verständigt: Ziel ist, dass die Menschen und Güter ohne sichtbare Grenze zirkulieren können. Natürlich gibt es Nebengeräusche – der Schengener Raum bleibt, aber auch der Zollbereich wird neu organisiert. Dafür sollen die Behörden eng zusammenarbeiten und die lästigen Warenkontrollen wegfallen. Nur: Altlasten bleiben – Spanien legt weiterhin Anspruch auf das kleine Stück Felsen, das London seit Jahrhunderten festhält. Das alles – große Erleichterung auf beiden Seiten, entschiedene, aber leise Hoffnung, dass die Region jetzt wirtschaftlich aufblühen könnte.

Die kürzlich aufgehobenen Grenzkontrollen zwischen Spanien und Gibraltar markieren einen bemerkenswerten Neustart für die gesamte Region. Das Abkommen zwischen EU und Großbritannien sieht vor, dass Schengen-Regeln Anwendung finden und eine Zollunion geschaffen wird, wodurch Barrieren für Menschen und Waren praktisch verschwinden. Während Spanien weiterhin seinen Anspruch auf Gibraltar betont, hoffen viele, dass dieser Schritt das wirtschaftliche und soziale Zusammenwachsen befördert. Neueste Medien berichten, dass die Stimmung in der Grenzregion vorsichtig optimistisch ist; gerade Unternehmen und Berufspendler spüren die Erleichterung sofort. Experten weisen darauf hin, dass noch viele Details ausgehandelt werden müssen, etwa wie die zukünftige Zusammenarbeit beim Zoll praktisch aussieht. In den nächsten Wochen dürfte das konkrete Vorgehen beim Rückbau der Grenzanlagen symbolträchtig werden – das Thema bleibt also spannend.

Schlagwort aus diesem Artikel