Die CDU legt ungewohnt viel Nachdruck auf persönlichen Einsatz beim anstehenden Wahlkampf in Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern: Es wird nicht nur um organisatorische Hilfe gebeten, sondern ausdrücklich um persönliche Präsenz vor Ort – mit klarer Stoßrichtung gegen die starken Umfragewerte der AfD. Die Aktion ist für eine deutsche Partei in dieser Form neu; offenbar ist der Druck durch das zuletzt wacklige Umfragebild immens. In den letzten 48 Stunden berichteten unter anderem die 'FAZ' und die 'Tagesschau', dass sich die Sorge vor einem weiteren Erstarken rechter Parteien in Ostdeutschland breit macht – und dass klassische Straßenwahlkampf-Aktionen in der Bevölkerung teils auf Skepsis, teils auf überraschende Offenheit stoßen. Neuere Artikel heben hervor, dass vor allem das persönliche Gespräch an der Tür für viele Menschen wieder an Bedeutung gewinnt, weil Distanz zu Politikern und Frust über die Politik „von oben“ zugenommen haben. Gleichzeitig diskutieren Medien und Experten, inwiefern die Strategie der CDU andere Parteien unter Zugzwang setzt und ob freiwillige Wahlkampfhelfer die Lücke zwischen Institution und Alltagsrealität tatsächlich verkleinern können.