Thorsten Frei: Entlastung durch weniger Berichtspflichten – ein echter Kurswechsel?

Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) kündigt einen radikalen Schnitt bei bürokratischen Berichtspflichten an – Ministerien müssen künftig Überzeugungsarbeit leisten, wenn sie Formulare und Dokumentationen weiterhin verlangen wollen.

heute 14:00 Uhr | 3 mal gelesen

Im Format „Stimme am Morgen“ des TV-Senders Welt hat Thorsten Frei am Mittwoch angekündigt, dass sich die Bundesregierung einen deutlichen Wandel in Sachen Berichtspflichten verordnet habe. 'Da findet ein echter Umbruch statt, nicht nur ein bisschen Kosmetik', meint Frei. Abbau sei jetzt das Ziel: Pflichtaufgaben, die Unternehmen und Bürger bislang zu stapelweisen Formularen zwangen, werden gestrichen – außer sie beruhen auf zwingenden EU- oder Verfassungsanforderungen. Die Ministerien müssen, wenn sie weiterhin Dokumentationswünsche haben, das künftig sehr handfest begründen. Dass diese Entlastung kein leeres Versprechen bleibt, unterstreicht Frei mit konkreten Zahlen: Bereits seit dem letzten 'Entlastungskabinett' im November habe man Bürgerinnen, Bürger und Wirtschaft um satte 10,4 Milliarden Euro entlastet, betont er. Nicht nur Lappalien – im Gegenteil: Vor allem energie- und verkehrspolitische Maßnahmen wie die Vereinfachungen beim Führerschein erwiesen sich als spürbare Erleichterung im Alltag (meint: kein Papierkrieg mehr für jede Kleinigkeit und weniger Kosten). Im selben Atemzug kündigt Frei ein Paket von etwa zwölf weiteren Schritten an, die nochmal insgesamt 630 Millionen Euro Erleichterung bringen sollen – für Gesundheit, Verkehr, den Arbeitsmarkt und mehr. Nicht alles werde man sofort merken, aber die Richtung stimme, meint der CDU-Politiker.

Thorsten Frei, Chef des Kanzleramtes, legt den Fokus auf den Abbau von Bürokratie und bezeichnet die anstehenden Änderungen als 'Paradigmenwechsel'. Ministerien werden gezwungen, den tatsächlichen Bedarf an Berichtspflichten zu belegen, um die Flut an Büroaufgaben einzudämmen. Innerhalb weniger Monate seien bereits Milliardenbeträge an Entlastung für Bevölkerung und Wirtschaft erreicht worden, mit neuen Maßnahmen in diversen Sektoren: Gesundheit, Verkehrs- und Arbeitsmarktpolitik - erhofft werden spürbare, dauerhafte Verbesserungen. Aktuelle Diskussionen aus den letzten Tagen zeigen, dass der Widerstand gegen Bürokratieabbau vor allem aus Reihen der Verwaltung kommt; Unternehmen hingegen fordern schon länger tiefgreifende Vereinfachungen. Kritisch wird von einigen Kommentatoren jedoch angeführt, dass nicht jede Abschaffung von Berichtspflichten automatisch Verbesserungen bringt: Manche Kontrollaufgaben dienen auch Gemeinwohlzielen wie Transparenz oder Verbraucherschutz. Nach Recherche: Laut der neuesten Berichterstattung in mehreren deutschen Leitmedien sind weitere Entlastungsschritte in Arbeit, an denen auch Wirtschaftsverbände und Kammern beteiligt werden sollen. In den aktuellen Debatten wird herausgestellt, dass gerade kleine und mittlere Unternehmen auf schnelle und spürbare Veränderungen drängen, während Regierung und Opposition noch über Details streiten. Außerdem gibt es neue Appelle an EU-Institutionen, auch auf europäischer Ebene die Regulierungswut einzudämmen.

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