Resilienz im Fokus: 80 Unternehmen treffen sich in Essen – Sicherheit als Wirtschaftsfaktor

In einer zunehmend angespannten Weltlage rückt die Wirtschaft enger zusammen: Wie reagieren Unternehmen auf globale Unsicherheiten, welche Strategien machen sie widerstandsfähiger? Bei der Vollversammlung des Initiativkreis Ruhr kamen Entscheidungsträger aus ganz unterschiedlichen Bereichen zu einer Debatte in Essen zusammen. Neben politischen und militärischen Perspektiven lag der Fokus auch auf gesellschaftlicher Verantwortung. Veranstaltungsort: Die Bank im Bistum Essen, repräsentiert durch Dr. Peter Güllmann.

heute 15:55 Uhr | 3 mal gelesen

Widerstandskraft für Krisenzeiten: Das Ruhrgebiet diskutiert Sicherheit

„Wir dürfen uns nicht auf früheren Sicherheiten ausruhen. Die aktuellen politischen Unruhen haben direkte Auswirkungen auf Unternehmen hier vor Ort – das können wir schlichtweg nicht ignorieren. Der Initiativkreis Ruhr setzt das Thema Resilienz im Jahr 2024 ganz nach oben auf seine Agenda und will die vereinte Stärke seiner 80 Mitglieder nutzen. Diese Vollversammlung bildet dafür den Startschuss”, so Guido Kerkhoff, Moderator des Initiativkreises und Vorstand von Klöckner & Co.

Der Bundestagsabgeordnete Armin Laschet machte deutlich: „Ob russischer Angriffskrieg oder Blockade in der Straße von Hormus: Globale Krisen sind längst auch lokale Realität. Deutschlands wirtschaftliche Abhängigkeit von Exporten und Rohstoffen fordert uns, Resilienz als Sicherheitsstrategie zu verstehen – von internationaler Lieferkette bis kritischer Infrastruktur.“

Premiere: 80 Partner im Wirtschaftsnetzwerk

Das Bündnis wächst weiter – mit Flughafen Düsseldorf und der Wirtschaftskanzlei Linklaters sind zwei neue, gewichtige Player dabei. Erstmals in der über 30-jährigen Geschichte hat der Initiativkreis 80 Mitgliedsunternehmen. „Transformationsprozesse gelingen nur, wenn Wirtschaft und Gesellschaft an einem Strang ziehen. Gemeinsam lässt sich spürbar etwas bewegen“, so Pradeep Pinakatt vom Flughafen Düsseldorf. Auch Kristina Klaaßen-Kaiser von Linklaters betont: „Mit internationalem Netzwerk können wir den Strukturwandel im Ruhrgebiet aktiv mitgestalten – der Initiativkreis ist das ideale Forum dafür.“

Neue Wege für Jugendliche: ZukunftsChancen.Ruhr

Mit einer neuen Bildungsinitiative will der Initiativkreis Jugendliche noch früher für Beruf und Ausbildung begeistern – denn allein in den nächsten zehn Jahren fehlen rund 300.000 Fachkräfte in der Region, wenn die geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen. Viele Jugendliche wissen gar nicht, welche Möglichkeiten sie haben – und Betriebe suchen händeringend Nachwuchs. ZukunftsChancen.Ruhr soll beide Seiten jetzt zusammenbringen, mit digitalem Matching, persönlicher Begleitung und viel Netzwerkarbeit“, so die Bildungsbeauftragte Bärbel Bergerhoff-Wodopia. Die Plattform bündelt das Wissen von erfahrenen Personaler*innen aus Partnerunternehmen, setzt auf Chatbots, digitale Beratung und Mentoring. Und stärkt so den Wirtschaftsstandort nachhaltig.

Kontakt für die Presse:
Katja Mazurek
Leitung Kommunikation, Initiativkreis Ruhr GmbH
Tel: +49 201 89 66-660
Email: mazurek@i-r.de

Originalmeldung

Die Vollversammlung des Initiativkreises Ruhr fand vor dem Hintergrund anhaltender geopolitischer Unsicherheiten statt und betonte, wie wichtig es ist, Unternehmen für Krisen und Sicherheit zu wappnen. Prominente Teilnehmer – unter ihnen Armin Laschet, Oberst i.G. Armin Schaus, Dr. Hans Christoph Atzpodien sowie Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck – verknüpften politische, militärische wie ethische Blickwinkel auf die Resilienzfrage. Dass immer mehr Unternehmen sich organisieren, zeigt: Netzwerke im Ruhrgebiet reagieren aktiv auf neue Risiken, gerade mit Blick auf Versorgungssicherheit, kritische Infrastrukturen und akuten Fachkräftemangel. Global betrachtet verstärken zahlreiche Länder ihre Maßnahmen in Bezug auf Sicherheit und Krisenresistenz, auch Deutschland sieht sich durch die veränderte Weltlage gedrängt, seine Infrastruktur und Wirtschaft widerstandsfähiger aufzustellen. Gerade die Energie- und Rohstoffabhängigkeit und eine alternde Gesellschaft zwingen zu neuen Partnerschaften und Bildungsprojekten. Weitere aktuelle Entwicklungen: Laut DW.com und taz.de sind viele deutsche Unternehmen derzeit vor allem durch gestörte Lieferketten und Cybergefahren besonders gefordert. Parallel dazu investieren sie verstärkt in die Qualifizierung von Nachwuchskräften und die digitale Transformation zum Schutz vor internationalen Risiken.

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