Zwei Mal täglich, so die aktuelle Planung, sollen bald Züge die gut 1.000 Kilometer lange Strecke zwischen Berlin und Oslo bewältigen. Über Hamburg, Kopenhagen, Malmö, Göteborg bis zum Endziel in der norwegischen Hauptstadt – ein echtes Eisenbahnabenteuer, das nicht nur Zugfans begeistern dürfte. 'Drei Hauptstädte vereint durch eine Schienenverbindung', schwärmt Bahnmanager Michael Peterson und spricht damit vermutlich so manchem Reiselustigen aus der Seele. Übrigens: Der neue ICE L kommt zum Einsatz, ein Zugmodell mit besonders niedrigem Einstieg, was Reisen mit Kinderwagen, Rollstuhl oder schwerem Koffer deutlich entspannter machen sollte. Die geplante Reisezeit: 14 bis 15 Stunden – klingt lang, aber im Vergleich zu Flugzeug und Flughafen-Slalom durchaus fair, finde ich. Die deutsch-norwegisch-dänische Zusammenarbeit ist Teil eines EU-Projekts, das sich mehr grenzüberschreitende Bahnverbindungen auf die Fahne geschrieben hat. Apropos Fahne: Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet Berlin-Oslo eine der längsten Zugstrecken Europas markiert? Ob die Tickets erschwinglich und die Anschlüsse zuverlässig werden, das bleibt abzuwarten. Ich persönlich bin jedenfalls gespannt, was aus diesem ehrgeizigen Plan wird – ein bisschen wie auf die Bahn selbst: manchmal ist Geduld gefragt.
Der geplante Direktzug von Berlin nach Oslo ist nicht nur ein Infrastrukturprojekt, sondern auch ein Symbol für die europäische Zusammenarbeit im Schienenverkehr. Die Verbindung soll umweltfreundliche Reisemöglichkeiten bieten und den internationalen Personenverkehr stärken. Die Reise wird schneller als manche Fähr- oder Flugvariante sein – und verspricht dank des ICE L Komfort sogar für mobilitätseingeschränkte Passagiere. Neuere Recherchen zeigen, dass parallel EU-Investitionen in Streckenausbau, Elektrifizierung und Signaltechnik fließen. Medien berichten außerdem über politische Rückendeckung besonders seitens der skandinavischen Regierung und die Hoffnung, das Bahnreisen angesichts steigender Klimasorgen wieder salonfähig zu machen. Die Verbindung ist außerdem Teil der EU-Aktionsagenda für nachhaltige Mobilität, wobei auch auf mögliche Nachtzugverbindungen gesetzt wird.