Ungefähr 5.000 Pilotinnen und Piloten aus dem Lufthansa-Konzern werden laut Schätzungen von Branchenbeobachtern dem Aufruf zum Streik der Vereinigung Cockpit folgen. Die Gewerkschaft begründet den Schritt damit, dass seit Monaten über zentrale Forderungen – etwa eine verlässliche betriebliche Altersabsicherung sowie bessere Bezahlung – ohne echte Fortschritte gestritten wird. Gerade im Zeichen umfassender Umstrukturierungen und Kostensenkungen bei Lufthansa wächst der Unmut, da nach Ansicht vieler Piloten ihre Arbeit auf Kosten der Sicherheit und Arbeitsbedingungen immer mehr verdichtet werde. Hintergrund: Das Arbeitsklima im deutschen Luftfahrtsektor, besonders beim Cockpitpersonal, ist traditionell konfliktreich; nach der Corona-Krise ist der Druck, ähnlich wie bei Bodenpersonal, enorm. Zeitgleich versicherte die Vereinigung Cockpit, dass sie in jedem Moment zu neuen, substanzhaltigen Gesprächen bereit wäre – die Verantwortung liege nun vor allem bei der Konzernspitze. In aktuellen Medienberichten wird auch thematisiert, wie angespannt der Dialog etwa über die Reform der Altersversorgung ist und welche Belastung Streiks nicht nur für Passagiere, sondern auch für den Luftverkehr und die Wirtschaft insgesamt haben. Lufthansa hingegen betonte in einer Mitteilung, sie wolle weiterhin konstruktiv an einer Lösung arbeiten und Ausfälle für Fluggäste möglichst gering halten.
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