Unternehmer gehen vorsichtiger, aber optimistischer ans Personal

Im Mai deutlichen Unternehmen in Deutschland einen leicht optimistischeren Kurs bei der Personalplanung an – ganz locker sind sie aber weiterhin nicht.

heute 07:51 Uhr | 3 mal gelesen

Früher sagte mal jemand zu mir: 'Die Stimmung in der Wirtschaft ist wie das Wetter – ständig in Bewegung, ein ewiger Balanceakt zwischen Sonnenstrahlen und Regenschirmen.' So ähnlich fühlt es sich auch bei den Personalplänen der deutschen Firmen an. Laut dem aktuellen Ifo-Beschäftigungsbarometer, von dem das 'Handelsblatt' berichtet, bewegen sich die Werte langsam in eine freundlichere Richtung – 93,9 Punkte, so hoch wie seit Juli letzten Jahres nicht mehr. Dazu meinte Klaus Wohlrabe, der Zahlen-Mann des Münchner Ifo-Instituts, recht nüchtern: 'Die Bremsen werden etwas gelockert, aber so richtig aufs Gaspedal traut sich kaum jemand.' Kein Wunder, mit all der wirtschaftlichen Unsicherheit und den mauen Konjunkturdaten. Die Unternehmen überlegen sich also weiterhin dreimal, bevor sie ihre Teams wachsen lassen. Dieses Barometer befragt immerhin rund 9.500 Betriebe aus allen möglichen Branchen – von Bau über Handel bis Dienstleistungen. Vielleicht ist es so: Wer schon mal auf Glatteis stand, weiß, dass man besser sachte weitergeht, als allzu forsch loszulegen.

Das ifo-Beschäftigungsbarometer zeigt eine vorsichtige, aber erkennbare Entspannung bei den deutschen Unternehmensplanungen für Neueinstellungen: Im Mai stieg der Index auf 93,9 Punkte und erreichte damit den besten Wert seit Juli 2023. Dennoch bleiben die Firmen angesichts fehlender wirtschaftlicher Dynamik und politischer Unsicherheiten überwiegend zurückhaltend, was signifikante Neueinstellungen angeht. Kurzfristig ist trotz dieser leichten Verbesserung keine klare Trendwende oder solide Erholung am Arbeitsmarkt zu erwarten. Erweiterte Recherche: Das Thema Personalknappheit und wirtschaftliche Unsicherheit bleibt präsent: Die Süddeutsche Zeitung berichtet, dass Unternehmen trotz wirtschaftlicher Flaute weiterhin große Schwierigkeiten bei der Suche nach Fachkräften haben und innovative Arbeitszeitmodelle testen, um flexibler reagieren zu können (Quelle: Süddeutsche Zeitung). Laut Spiegel bleiben trotz etwas aufgehellter Konjunkturstimmung die Investitions- und Einstellungsbereitschaft in Deutschland schwach – viele Konzerne setzen weiterhin auf Kosteneinsparungen und digitale Lösungen, statt neue Stellen zu schaffen (Quelle: Spiegel). Die Zeit beschreibt, wie kleine und mittlere Unternehmen in einigen Regionen gezielt ausländische Fachkräfte anwerben, um den Mangel an Bewerbungen auszugleichen und die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern (Quelle: Zeit).

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