RETTmobil INTERNATIONAL: Netzwerk, Innovationen und neue Impulse für den Bevölkerungsschutz

Fulda/Berlin – Drei Tage lang öffnet RETTmobil INTERNATIONAL wieder ihre Tore und bringt Feuerwehr, Technisches Hilfswerk und Rettungsdienst zusammen – mitten in Hessen. Im Zentrum: Fortschritt bei Drohnen, Robotik und eine engere Zusammenarbeit im Bevölkerungsschutz. DFV-Präsident Karl-Heinz Banse fordert angesichts der aktuellen Weltlage mehr Schlagkraft bundesweit und neue Wege bei der Finanzierung.

heute 13:55 Uhr | 2 mal gelesen

Mal ehrlich: Ein wenig erstaunlich ist es jedes Jahr, wie Fulda zur inoffiziellen Hauptstadt der Rettungskräfte wird. Zwischen Blaulicht, blinkenden Robotern und messbaren Kaffeefrequenzen konnte man diesmal einen spürbaren Ernst wahrnehmen. Karl-Heinz Banse, der Chef des Deutschen Feuerwehrverbandes, sparte nicht mit Lob für Hessens Innenminister Roman Poseck – selten hört man so konkrete Dankesworte, fast mit einem Hauch von Neid: 'Ich wünsche mir mehr Innenminister wie ihn.' Hinter dieser verbalen Blumenwiese steckte aber eine ernste Forderung: mehr systematische Stärkung des Bevölkerungsschutzes und eine faire Finanzverteilung über alle beteiligten Organisationen hinweg. Die RETTmobil als jährliche Plattform macht es möglich, Netze zu knüpfen – keine Selbstverständlichkeit, sondern Ergebnis vieler persönlicher Anstrengungen, etwa von Manfred Hommel, dem Messeleiter. Kurze Randnotiz: Der DFV übernimmt 2027 die Schirmherrschaft zum 25-jährigen Jubiläum. Im neuen Feuerwehr-Museum – quasi auf historischem Boden – soll künftig die Entwicklung des Bevölkerungsschutzes Deutschlands greifbar werden. Banse sieht darin ein Alleinstellungsmerkmal: Wo sonst bekommt man solch einen tiefen Einblick in die Zivil- und Katastrophenschutzgeschichte? Natürlich fehlen auch die typischen Messebausteine nicht: Am Stand des Deutschen Feuerwehrverbands finden sich nicht nur Infos und Flyer, sondern ebenso AEDs für Feuerwehren und Material zu Demokratie-Stärkung und Selbsthilfestrategien. Ein wenig menschliche Wärme abseits digitaler Kälte: RES-QR.DE sammelt Spenden für Einsatzkräfte. Parallel lädt das Symposium 'Hilfe für Helferinnen und Helfer' zur Debatte über psychische Gesundheit der Retter – ein Thema, das auf unschöne Weise aktuell ist; etwa durch Hinweise der ukrainischen Feuerwehrleute, deren Erfahrungen teilweise überlebenswichtig sein können. Der Austausch mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe sowie die Gespräche im Feuerwehr-Museum zeigen: Netzwerken heißt hier nicht nur reden, sondern auch wirklich zuhören. Pressekontakt? Klar, wie gehabt. Und über Facebook sind die Feuerwehren mittlerweile präsenter denn je.

Die Messe RETTmobil INTERNATIONAL in Fulda hat sich erneut als zentraler Treffpunkt für Innovation, Austausch und Kooperation im Bereich Bevölkerungsschutz etabliert. Gerade vor dem Hintergrund gravierender geopolitischer Veränderungen, wie dem Krieg in der Ukraine, mahnt der DFV-Präsident, dass Bevölkerungsschutz modernisiert und auf Bundesebene strategisch besser abgestimmt werden müsse; dazu zählen auch nachhaltige Finanzierungsmodelle und eine Stärkung der Zusammenarbeit unterschiedlichster Akteure. Neben Techniktrends wie Drohnen und Robotik rückte auch die psychosoziale Unterstützung von Einsatzkräften stärker in den Fokus – nicht zuletzt, weil im direkten Austausch mit Hilfskräften aus der Ukraine neue Erkenntnisse zur Bewältigung extremer Belastungssituationen gewonnen wurden. Aktuelle Recherchen zeigen: Viele deutsche Medien beleuchten derzeit die Bedeutung des Bevölkerungsschutzes im Licht zunehmender Bedrohungslagen, wie etwa Extremwetter oder Cyber-Attacken, und diskutieren die Rolle digitaler Innovationen sowie notwendige Verbesserungen in der politischen und logistischen Struktur. Auch psychosoziale Unterstützung wird als entscheidender Faktor anerkannt, um die Einsatzfähigkeit und Resilienz von Hilfskräften zu sichern. Die RETTmobil wird als Plattform gesehen, die nicht nur technische Neuheiten, sondern vor allem den so oft geforderten 'Spirit der Vernetzung' praktisch erlebbar macht.

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