Russell triumphiert beim Sprint in Zandvoort – unspektakulär, aber souverän

George Russell holt den Spitzenplatz im Sprint-Rennen der Formel 1 in den Niederlanden – ein Erfolg mit wenig Drama, aber viel Kontrolle.

heute 12:58 Uhr | 2 mal gelesen

George Russell hat auf dem verwinkelten Circuit Park in Zandvoort wieder mal seinen kühlen Kopf bewiesen: Start von ganz vorn – und da auch geblieben. Wer an wildes Chaos oder waghalsige Überholmanöver geglaubt hat, wurde vermutlich enttäuscht; Zandvoort ist traditionell keiner für die Herzklopfmomente beim Überholen. Im Grunde plätscherte das Rennen. Lando Norris blieb Russell zunächst im Windschatten, während Charles Leclerc und Oscar Piastri die Lauernden mimten. Der Italiener Antonelli, ja, dessen Name tauchte da plötzlich auf, als er Piastri hinter sich ließ und sich auf P4 schob. Risikofreudig? Eher nicht – strategisch klug, vielleicht, denn der vierte Platz zählt auf Sicht mehr als ein riskantes Manöver. Richtig träge wurde es ab Mitte des Rennens: Leclerc überholte Norris (Runde 18 – da war noch Bewegung), und dann war die Messe weitgehend gelesen. Antonelli blieb brav auf seinem vierten Platz, vermutlich mit WM-Punkten im Hinterkopf. Einziger sprichwörtlicher Ausreißer: Nico Hülkenberg. Der musste wegen Technik-Gedöns schon früh die Segel streichen, startete – warum auch immer – noch mal aus der Box, hatte aber kaum Chancen, groß was aufzuholen. Alles in allem: Rennen zu Ende, kaum Kratzer, aber immerhin klare Verhältnisse auf dem Ergebniszettel.

Russell dominiert den Sprint in Zandvoort auf wenig spektakuläre, aber sehr effiziente Art. Die Strecke machte Überholen zur Rarität, so blieb das Feld weitgehend sortiert; Leclerc und Antonelli schnappten sich noch wichtige Positionen. Interessant am Rande: Trotz ihrer Überlegenheit an der Spitze, kamen die Piloten selten ins Schwitzen – und das sagt viel über den Charakter dieser Strecke. Neue Details: Laut aktuellen Berichten der letzten zwei Tage setzte Mercedes auf ein mutiges Reifen-Setup, was Russells Durchsetzungskraft in den ersten Runden begünstigt hat. Teamintern betrachtet man den vierten Platz von Antonelli als kleinen Achtungserfolg, da er als Rookie einen erfahrenen Piastri hinter sich ließ. Nico Hülkenbergs Rückkehr nach einer technischen Störung wurde von Experten als reines Testmanöver gewertet – die gesammelten Daten könnten für das Hauptrennen entscheidend sein.

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