Staatliche Medienförderung in der Kritik: Warum Subventionen für Zeitungszustellung zweifelhaft sind

Langenwang – Mit spitzer Feder meldet sich der Chefredakteur von ethos.at zu Wort und spricht sich öffentlich gegen den jüngsten Gesetzesentwurf zur Unterstützung der Zeitungszustellung aus. Seine Argumentation: Die geplanten Subventionen bremsen den überfälligen Wandel in der Medienlandschaft.

heute 16:16 Uhr | 2 mal gelesen

In Langenwang ist die Debatte um das Zeitungs-Zustellung-Förderungsgesetz angekommen – und sie geht tief. Hubert Thurnhofer, Chefredakteur von ethos.at, macht auf mehreren Ebenen klar, warum die vorgeschlagene Förderung seiner Ansicht nach nicht nur überflüssig, sondern gar kontraproduktiv ist. Er sieht darin einen Eingriff in die freie Marktwirtschaft, der Printzeitungen unnötiges Überleben sichert, obwohl deren natürlicher Produktlebenszyklus ausläuft. 'Mit der ständigen staatlichen Gießkanne bleibt ein überholtes Modell künstlich am Leben, statt endlich der digitalen Innovation Platz zu machen', resümiert Thurnhofer. Die eigentlichen Ziele digitaler Transformation würden so laut ihm ad absurdum geführt. Sein Fazit ist unmissverständlich: Das Gesetz solle gar nicht erst in Kraft treten – und die bisherigen Förderungen, die von der RTR umgesetzt werden, hält er für nichts anderes als einen Motor der medialen Gleichschaltung. Stattdessen reiche die Presseförderung laut Gesetz von 2004 völlig aus. Das ganze Statement gibt’s im Detail bei ethos.at.

Die Kritik von Hubert Thurnhofer aus Langenwang an der geplanten Medienförderung dreht sich vor allem um den drohenden Stillstand in der Medienentwicklung. Er befürchtet, dass staatliche Gelder die Digitalisierung ausbremsen und Printformate künstlich am Leben halten – was nicht mehr zeitgemäß erscheint. Im weiteren Kontext der österreichischen und internationalen Debatte über Medienförderung tauchen immer wieder Sorgen auf, dass Subventionen politischen Einfluss stärken könnten. Erst kürzlich berichteten diverse Medienhäuser über ähnliche Bedenken – von Fragen zur echten Unabhängigkeit des Journalismus bis hin zur fehlenden Transparenz bei der Vergabe von Fördermitteln. Die Medienlandschaft durchläuft aktuell einen radikalen Wandel, im Zuge dessen viele Stimmen fordern, Subventionen zielgerichteter, transparenter und innovationsfreundlicher zu steuern. Nicht zuletzt ist dies auch eine Frage der Demokratie und der publizistischen Vielfalt – Themen, die nicht erst in Österreich auf dem Prüfstand stehen.

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