Es gab diesen Moment in der Anfangsphase, als Gladbach-Anhänger wohl einen Hoffnungsschimmer spürten – ein Handelfmeter für ihr Team, direkt vor der eigenen Kurve. Doch VfB-Torwart Alexander Nübel brannte offenbar auf eine Hauptrolle und parierte gegen Tabakovic. Danach war Stuttgarts Selbstbewusstsein kaum zu übersehen. Bereits in der 30. Minute verschaffte Jamie Leweling seiner Mannschaft die Führung. Später dann ein weiterer Nadelstich: Joe Scally von Gladbach traf versehentlich ins eigene Tor, nach einer eher unglücklichen Aktion aus Sicht der Hausherren. In der Schlussphase setzte Deniz Undav noch einen drauf. Manchmal kippt so ein Spiel nach einem psychologischen Nackenschlag, diesmal nicht – Stuttgart war wirklich einen Tick konsequenter, bissiger. Gladbachs Reaktion? Eher verhalten, um nicht zu sagen kraftlos. Die Gäste kontrollierten den Spielfluss, spulten ihr Programm runter, als hätten sie nie etwas anderes gemacht. Nach Abpfiff war spürbar: Beim VfB baut sich da gerade Hoffnung auf – und zwar nicht zu knapp.
Stuttgart führt seine eindrucksvolle Saison mit einem überzeugenden 3:0-Auswärtssieg in Mönchengladbach fort, bleibt damit klar auf Champions-League-Kurs und demonstriert einmal mehr eine bisher selten erreichte Konstanz – tatsächlich ist das Team aktuell Dritter in der Tabelle, wie verschiedene Quellen bestätigen. Gladbach hingegen kämpft weiter mit seiner Formstabilität, Trainer Seoane scheint laut Stimmen aus dem Umfeld auf Geduld zu setzen, während die Unsicherheiten im Offensivspiel erkennbar bleiben. Interessant ist vielleicht noch, dass Stuttgarts Undav sogar als ein potentieller Nationalspieler gehandelt wird, was nur am Rande zeigt, wie sehr der Klub zurzeit ausstrahlt.