Ulla Fiebig, derzeit Landessenderdirektorin Rheinland-Pfalz, wird ab Januar 2027 die Leitung der neugeschaffenen Programmdirektion Wissen, Gesellschaft und Rheinland-Pfalz übernehmen. Dies ist Teil der Umsetzung des überarbeiteten SWR-Staatsvertrags ab September 2025 – viele Aufgaben der bisherigen Landessenderdirektion Rheinland-Pfalz gehen damit in der neuen PDW auf.
Gleichzeitig wird Thomas Dauser, aktuell Chef der Innovationsdirektion, die Leitung der DOAA übernehmen: Sie vereint die Verwaltungsdirektion und große Teile der bisherigen Abteilung für Innovation und digitalen Wandel unter einem Dach.
Kai Gniffke, SWR-Intendant:
„Mit Fiebig und Dauser setzen wir auf Erfahrung in Journalismus und digitale Transformation – Elemente, die dem SWR im Umbruch Kontinuität geben. Ich freue mich, diese beiden Führungspersönlichkeiten weiterhin an Bord zu haben.“
Ulla Fiebig:
„Die neue Programm-Direktion ist wie gemacht für die Herausforderungen unserer Zeit: Sie verbindet lokale Nähe mit vielfältigem gesellschaftlichem Engagement. Für die Menschen im Südwesten eine mediale Heimat bieten zu können, ist Aufgabe und Ehre zugleich.“
Thomas Dauser:
„Innovation und Digitalisierung treiben den SWR voran. Mit der DOAA werden wir die Verwaltung effizienter machen und neue Impulse implementieren, immer mit Blick auf die Nutzerinnen und Nutzer. Ein besonderer Dank gilt dabei auch Jan Büttner.“
Engelbert Günster, Vorsitz Rundfunkrat:
„Der SWR hat es bisher geschafft, den organisatorischen Wandel kompetent und erfolgreich zu gestalten. Zum ersten Mal mussten beide Aufsichtsgremien einer Berufung zustimmen – ein gutes Zeichen für die Zusammenarbeit.“
Hans-Albert Stechl, Vorsitz Verwaltungsrat:
„Mit dieser Personalentscheidung ist Kontinuität gesichert – wichtig in bewegten Zeiten. Die neue Führung steht für Stabilität.“
Veränderte Struktur: Von acht auf sechs Direktionen
Ab 2027 tritt die neue Struktur des SWR in Kraft: Die Zahl der Direktionen schrumpft auf sechs. Neben den Programm-Direktionen tragen künftig drei weitere Direktionen übergreifende Verantwortung. Ziel ist eine schlanke, zukunftsfähige Organisation; die Landessenderdirektion Baden-Württemberg entfällt. Stefanie Schneider und Jan Büttner unterstützen den Übergang, indem sie vorzeitig aus der Führung ausscheiden.
Werdegang Ulla Fiebig
1974 in Sachsen geboren, absolvierte Ulla Fiebig ein Volontariat, studierte Jura und arbeitete als Journalistin u.a. für den SWR und ARD-aktuell. Sie war in verschiedenen Führungspositionen im SWR tätig, darunter auch als Pressesprecherin des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Seit 2022 leitet sie die Landesdirektion Rheinland-Pfalz in Mainz.
Werdegang Thomas Dauser
Thomas Dauser, Jahrgang 1975, studierte Rhetorik und Politikwissenschaft in Tübingen. Er sammelte Erfahrungen als Reporter, Moderator und Autor, übernahm 2012 die Leitung der Intendanz des SWR und war ab 2021 Direktor für Innovationsmanagement. Er begleitete unter anderem den multimedialen Wandel im SWR und engagierte sich für Projekte im Bereich Künstliche Intelligenz und Gaming.
Der SWR befindet sich derzeit in einem tiefgreifenden Strukturprozess. Mehr zu den Plänen und Veränderungen siehe SWR-Organisationsstruktur und zum Reformprozess.
Pressekontakt: Stefanie Zenke, Tel. 0711 929 11030, stefanie.zenke@SWR.de
Originalmeldung von: SWR – Südwestrundfunk via news aktuell
Die Bestätigung von Ulla Fiebig und Thomas Dauser als Direktoren im SWR markiert einen wichtigen Schritt im laufenden Transformationsprozess des Senders. Beide sind zentrale Figuren im neuen, gestrafften Führungsteam, das die Zahl der Direktionen von acht auf sechs reduziert. Ziel ist es, auf gesellschaftliche und technologische Veränderungen flexibler zu reagieren, dabei aber publizistische Qualität und regionale Identität zu sichern. Die umfassende Neuordnung der Programm- und Verwaltungsstrukturen beim SWR steht stellvertretend für die Herausforderungen, mit denen öffentlich-rechtliche Sender angesichts von Digitalisierung, Sparzwang und Vertrauensverlust in den Medien konfrontiert sind. Laut Informationen von taz.de und der Süddeutschen Zeitung haben mehrere ARD-Anstalten vergleichbare Modernisierungsprozesse angestoßen. Der SWR entschied sich dabei für eine besonders schlanke Führungsarchitektur, was in der Branche als Signal für eine effizientere, aber auch risikoreichere Organisationsweise gesehen wird. Während einige Branchenbeobachter das Engagement der langjährigen Führungskräfte loben, gibt es von Seiten der Gewerkschaften weiterhin Diskussionen über die Folgen des Umbaus für Mitarbeitende und regionale Berichterstattung.