Thüga-Chef: Mehr Spielraum für Kommunen bei Gebäudemodernisierung gefordert

München – Nach dem Kompromiss der Regierungsparteien zum künftigen Gebäudemodernisierungsgesetz äußert sich Dr. Constantin H. Alsheimer, Vorstandschef der Thüga AG, erleichtert. Er plädiert dafür, dass Städte und Gemeinden künftig stärker über die Art der Wärmewende vor Ort entscheiden dürfen.

heute 10:52 Uhr | 4 mal gelesen

Endlich rückt nach der nächtlichen Einigung der Ampel-Fraktionen auf Leitlinien zum GMG etwas Klarheit in die Debatte. Gerade jetzt, so findet zumindest Dr. Constantin H. Alsheimer von der Thüga AG, sollte die Regierung zügig für Planungssicherheit sorgen. Ihm persönlich ist vor allem eines wichtig: Die Energiewende darf kein zentralistisches Großprojekt sein. 'Nur vor Ort wissen die Leute wirklich, was gebraucht wird', betont er. Das heißt: Weniger starre Vorgaben aus Berlin, mehr Gestaltungsfreiheit für die Städte und Gemeinden. Für Investoren, genauso wie für Bürgerinnen und Bürger, brauche es zudem langfristige Perspektiven. Für Alsheimer läuft vieles auf das Prinzip „subsidiär statt zentral“ hinaus: die kommunale Wärmeplanung müsse Vorrang bekommen.

Im Fokus stehen für ihn drei Dinge, die beim Abschied vom Gebäudeenergiegesetz berücksichtigt werden sollten:

Ein paar Worte zu Thüga:

Die Thüga AG ist Dreh- und Angelpunkt für ein Netzwerk von mehr als 100 kommunalen Versorgungsunternehmen in Deutschland. Ihre Taskforce besteht aus erfahrenen Köpfen, die gemeinsam beratend tätig sind und Innovationen sowie Kooperationen anstoßen. Im Jahr 2024 steuerte die Thüga-Gruppe auf einen Umsatz von rund 48 Milliarden Euro zu und beschäftigt fast 27.000 Menschen – das macht sie zu einer der größten Arbeitgeberinnen in der Branche. Bei der Trinkwasser-Versorgung steht Thüga an erster Stelle, gehört zudem zu den Top-Wärmeanbietern und ist Vorreiter beim Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Fast 5 Gigawatt erneuerbare Stromkapazität sprechen für sich.

Bei Fragen: Dennis Sahl (E-Mail: dennis.sahl@thuega.de, Tel.: 089 38197-1504). Originalquelle

Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) sorgt endlich für mehr Klarheit in der Richtung der deutschen Wärmewende. Thüga-Vorstand Alsheimer fordert, dass nicht alles zentral aus Berlin diktiert werden soll, sondern Kommunen mehr Gestaltungsspielraum bei der Umsetzung erhalten – auch um passgenaue, bezahlbare Lösungen zu ermöglichen. Hintergrund ist, dass die Thüga-Gruppe deutschlandweit mehr als 100 kommunale Unternehmen vereint und mit fast 5 GW im Bereich Ökostrom, großem Einfluss im Bereich Wasser, Wärme und E-Mobilität eine zentrale Rolle für die gesellschaftlichen Umbrüche in der Energiepolitik einnimmt. – Neueste Entwicklungen zeigen: Weitere Recherchen ergeben, dass die Regierungskoalition über den konkreten Fahrplan für den Austausch alter Heizungen noch zögert, gleichzeitig aber ein umfassendes Förderprogramm plant, um soziale Härten abzufedern (vgl. Spiegel Online). Die Gewerkschaften und Verbände schlagen vor, kommunale Versorgungsunternehmen noch stärker einzubinden, was die Debatte letztlich wieder auf die von Alsheimer geforderte Dezentralisierung zurückführt (vgl. Süddeutsche Zeitung). Schon jetzt lässt sich sagen: Die Frage, wie flexibel lokale Lösungen gestaltet werden dürfen, bleibt ein politischer Zankapfel, der die Debatte um das neue Gesetz die nächsten Monate begleiten wird (vgl. FAZ).

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