Verschiedene amerikanische Medien berichten am Donnerstag einhellig, dass Präsident Trump die Justizministerin Pam Bondi entlassen hat. Offenbar geschah dies keine 24 Stunden, bevor Trump vor die Kameras trat, um zum Iran-Konflikt zu sprechen – bemerkenswert, dass Bondi wohl unmittelbar vorher von ihrem Aus erfuhr. Am gleichen Tag hatte sie Trump noch vor den Obersten Gerichtshof begleitet, als es um die hochumstrittene Frage ging, ob die Geburtsstaatsbürgerschaft in den USA bestehen bleiben soll. Trumps Unmut mit Bondi scheint in letzter Zeit stetig gewachsen zu sein; insbesondere die Debatte um die Veröffentlichung der berüchtigten Epstein-Akten brachte offenbar Differenzen ans Licht. Trump stand einer Veröffentlichung scheinbar skeptisch gegenüber, während Bondi diesen Weg zu gehen schien. Laut zahlreichen, aber noch nicht offiziell bestätigten Berichten, könnte Lee Zeldin sie beerben. Zeldin, bisher Chef der EPA, hat mit einschneidenden Entscheidungen aufhorchen lassen – etwa mit dem radikalen Streichen der Forschungsabteilung, Lockerungen zum Thema "Ewigkeitschemikalien" und großzügigen Freiheiten für die Öl-Industrie. Noch ein kurzer Blick zurück: Erst vor Kurzem wurde Kristi Noem als Ministerin für Innere Sicherheit ausgetauscht. Es wirken chaotische Zustände.
Die überraschende Entlassung von Justizministerin Pam Bondi durch Donald Trump bringt erneut Unruhe ins Kabinett. Bondi war in jüngster Zeit für sensible Themen, wie die Veröffentlichung von Akten im Zusammenhang mit dem Fall Epstein, zuständig, wo es offenbar Meinungsverschiedenheiten mit Trump gab. Ihr möglicher Nachfolger Lee Zeldin ist für seine industriefreundliche und klimafeindliche Haltung als ehemaliger EPA-Direktor bekannt.
Recherchiert man aktuelle Meldungen, so verdichten sich die Spekulationen rund um Zeldins Berufung. Medien beobachten mit Sorge das Muster häufiger Ministerwechsel und den politischen Kurswechsel im Bereich Justiz und Umwelt. Besonders kritisch wird dabei wahrgenommen, dass die Glaubwürdigkeit der US-Regierung unter diesen Personalrochaden leidet, während außenpolitische und innenpolitische Spannungen zunehmen.
Zu Zeldin gibt es neue Kommentare von Umweltschützern, die seine Bilanz für bedenklich halten, während Trump-Anhänger vor allem seine Loyalität loben.