Thilo Jahn ab Sommer im Moderationsteam von „ttt – titel thesen temperamente“

Leipzig – Das ARD-Kulturmagazin „ttt – titel thesen temperamente“ bekommt Zuwachs: Journalist Thilo Jahn wird ab dem 30. August regelmäßig einzelne Ausgaben präsentieren. Die Entscheidung fiel nach umfassenden Auswahlgesprächen in der ARD. Jahn gilt als jemand, der Kulturjournalismus mit Leidenschaft, Sachverstand und einem Gespür für zeitgemäße Vermittlung prägt.

heute 09:38 Uhr | 1 mal gelesen

Jana Cebulla, die für „ttt“ im MDR das Steuer in der Hand hält, klingt fast ein bisschen stolz: Mit Thilo Jahn bringe man jemanden an Bord, der es schaffe, kulturelle Themen nicht nur tiefgründig, sondern auch nahbar rüberzubringen. Und ehrlich gesagt, manchmal fehlt das ja in den alten Fernsehformaten. Jahns journalistische Vita ist beachtlich: Er war schon für WDR, DLF Nova und ONE unterwegs, wurde ausgezeichnet, u.a. mit dem Grimme-Preis. Jetzt also ARD-Kulturflaggschiff. Im Duo mit Siham El Maimouni will er Menschen neugierig machen auf Geschichten abseits des Mainstreams – oder zumindest will er’s versuchen. Ein Drittel der Sendungen wird künftig einer neuen Handschrift folgen. "ttt“, das seit einem halben Jahrhundert die Kulturlandschaft kommentiert, setzt damit auf frischen Wind ohne Bruch mit Vertrautem. Übrigens: Die Sendung ist längst nicht mehr bloß analog, sondern fischt auch mit neuen Formaten wie „ttt talk“ und „ttt reportage“ im Digitalen nach Publikum.

Thilo Jahn stößt als neuer Moderator zum ARD-Kulturmagazin „ttt – titel thesen temperamente“ und wird ab Spätsommer zusammen mit Hauptmoderatorin Siham El Maimouni etwa ein Drittel der Sendungen übernehmen. Der erfahrene und vielfach ausgezeichnete Journalist steht für einen Kulturjournalismus, der sowohl anspruchsvoll als auch zugänglich ist – und soll dem traditionsreichen Magazin neue Impulse geben. Der Sender MDR, der die Federführung ab Sommer 2025 innehat, setzt damit auf eine Balance aus bewährtem und frischem Blick auf die Kulturszene, während „ttt“ weiterhin sein Formatangebot und die digitale Reichweite ausbaut. In den letzten Tagen wurde in der Presselandschaft zudem häufig über die Modernisierungsbemühungen bei ARD-Kulturformaten berichtet: Laut der FAZ diskutiert die ARD angesichts der digitalen Konkurrenz intensiv über die Zukunft ihrer Kulturangebote, auch Notwendigkeit von Vielfalt und Relevanz für die junge Zielgruppe stehen im Mittelpunkt (Quelle: [faz.net](https://www.faz.net)). Die Süddeutsche Zeitung hob hervor, dass Programme wie „ttt“ vermehrt auf Authentizität und Mut zu unbequemen Themen setzen, um ein breiteres, auch jüngeres Publikum zu begeistern (Quelle: [sueddeutsche.de](https://www.sueddeutsche.de)). Und laut Spiegel steht auch die Ausweitung der Crossmedia-Präsenz auf Social Media und neue Streamingformate ganz oben auf der Agenda deutscher Kultursendungen, um besser auf das veränderte Mediennutzungsverhalten zu reagieren (Quelle: [spiegel.de](https://www.spiegel.de)).

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