Jeder Zweite leidet beim Fliegen an Ohrproblemen – Hausmittel dominieren

Kaugummi, ein beherztes Gähnen, ein bewusster Schluck – viele Deutsche setzen auf diese klassischen Tricks gegen das unangenehme Druckgefühl im Ohr, das gerade beim Starten oder Landen im Flugzeug zuschlägt. 65 Prozent der betroffenen Passagiere oder bei Kindern mit Ohrbeschwerden greifen laut einer aktuellen Umfrage zu Kaugummi. Spezielle Flug-Ohrstöpsel sind hingegen noch ziemliche Exoten: Nur jeder Zehnte probiert sie aus.

vor 42 Minuten | 1 mal gelesen

Ohrenschmerzen und unangenehmer Druck im Flugzeug sind fast ein Massenphänomen in Deutschland: Über die Hälfte der Erwachsenen kennt das Problem mindestens einmal aus eigener Erfahrung – ein unterschätztes Thema, gerade weil gesundheitliche Aspekte bei der Reiseplanung meist hinten runterfallen. Überraschend: Lediglich 14 Prozent achten bewusst – etwa auf einen funktionierenden Druckausgleich – wenn sie Koffer packen. Dokumente und Zahnbürste sind da offenbar wichtiger. HNO-Arzt Sebastian Blum erklärt die Ursache recht anschaulich: Die Eustachische Röhre, unser feines „Druckventil“ zwischen Mittelohr und Außenwelt, muss beim Landen ordentlich schuften. Schafft sie’s nicht schnell genug, drückt und piekst es. Besonders bei Erkältungen wird das Ganze zur Tortur. Kaum jemand weiß, dass es eigens entwickelte Ohrstöpsel gibt, die das Drama etwas abmildern können – 75 Prozent der Befragten waren davor ahnungslos. Überraschend auch: Fast alle halten seit Jahrzehnten an den klassischen Hausmitteln fest, obwohl sie nicht immer ausreichen. Erst recht, wenn Kinder oder empfindliche Menschen an Bord sind. Ohrstöpsel wie die von SANOHRA werden noch wenig genutzt, könnten aber bei regelmäßigen Problemen Abhilfe schaffen. Wer zu starken Beschwerden neigt oder krank ist, sollte jedenfalls den Gang zum HNO-Arzt vorab einplanen. Die Datengrundlage liefert übrigens eine repräsentative YouGov-Befragung von gut 2.100 Personen, die im Mai 2026 parallel zum Reisealltag erhoben wurde. Auftraggeber ist die Innosan GmbH, Entwickler von Gehörschutz-Produkten für allerhand Alltagssituationen.

Mehr als die Hälfte der Deutschen plagt sich beim Fliegen mit Ohrenschmerzen oder Druckgefühl, vor allem beim Starten und Landen. Die meisten verlassen sich nach wie vor auf altbewährte Methoden wie Kaugummikauen, doch nur wenige kennen oder nutzen spezielle Ohrstöpsel, die den Druckausgleich unterstützen. Wer zu Ohrproblemen neigt oder erkältet ist, hat ein höheres Risiko und sollte sich schon vor dem Abflug entsprechend informieren – medizinischer Rat kann dann Sinn machen. Interessanterweise setzen laut anderen aktuellen Medienberichten viele Reisende weiterhin auf Hausmittel, da es an Aufklärung über Alternativen mangelt. Laut "Spiegel" wächst angesichts der Reisesaison das Bewusstsein für gesundheitliche Reisevorbereitung leicht, bleibt aber oft hinter dem Packstress zurück (https://www.spiegel.de). "Süddeutsche Zeitung" berichtet, dass Allergien und Erkältungen im Sommerurlaub ernsthafte gesundheitliche Risiken bergen und daher mehr Aufmerksamkeit von Reisenden verdienen, auch in puncto Ohrenbelastung (https://www.sueddeutsche.de). Die "FAZ" schreibt in einem aktuellen Artikel über den Boom an Reisezubehör, stellt jedoch fest, dass neue Produkte wie Flug-Ohrstöpsel noch lange kein Massenphänomen sind (https://www.faz.net).

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