Deutscher Astronaut auf Kurs: Aussicht auf Mond-Mission ab Artemis-5

Die Bundesregierung blickt zuversichtlich auf eine Beteiligung deutscher Astronauten bei künftigen amerikanischen Mondflügen – wenn auch mit ein paar Einschränkungen. Forschungsministerin Dorothee Bär mahnt zu Geduld und bremst allzu große Erwartungen.

heute 09:35 Uhr | 1 mal gelesen

Ob am Ende wirklich ein Deutscher als Erster aus Europa auf dem Mond spaziert? Ganz so klar ist das laut Dorothee Bär scheinbar noch nicht. Bei einem Interview mit RTL und ntv sprach sie davon, dass die Sache realistischerweise ab der Artemis-5-Mission konkret werden könnte. Die jüngsten, logistisch wie politisch bedingten Anpassungen der NASA haben es nötig gemacht, Zeitpläne und Abläufe nochmal umzukrempeln – ein nervenaufreibendes Spiel mit Platz für nationale Eitelkeiten. Interessant ist, wie das politische Gerangel hinter den Kulissen lief. Deutschland hat sich am Ende vor allem durchgesetzt, weil das European Service Module, gefertigt in Bremen, unverzichtbar für das Bindeglied zwischen Mensch und Maschine ist – sprich: ohne deutsche Technologie an Bord geht keiner atmen. Trotzdem, sagt Bär, war der Weg steinig: In typisch europäischer Manier wurde um die begehrten Plätze gestritten, mit mehr als nur diplomatischem Feingefühl.

Deutschland spielt künftig eine entscheidende Rolle bei der internationalen Rückkehr zum Mond: Für die Artemis-5-Mission sieht die Bundesregierung realistische Chancen, einen eigenen Astronauten ins All zu schicken. Maßgeblich zum 'Erfolg' trägt das in Bremen gebaute European Service Module bei, auf dessen Technologie die NASA stark angewiesen ist. Allerdings bleibt offen, ob eben jener Astronaut tatsächlich auch den Mond betreten darf – konkretere Zusagen fehlen bislang. Weitere Details: Die NASA gab jüngst strukturelle und zeitliche Anpassungen im Artemis-Programm bekannt, was auch die Planungen in Europa beeinflusst hat. Hinter den Kulissen läuft ein erbittertes Ringen um die raren Plätze, das nicht nur zwischen Ländern, sondern auch innerhalb der ESA große Dynamik entfaltet. In den letzten Tagen wurde zudem berichtet, dass der erste „Monddeutsche“ wohl frühestens in der zweiten Hälfte dieses Jahrzehnts starten wird, sofern internationale Kooperation und Finanzierung stabil bleiben.

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