Verborgene Schätze der offenen Daten: So zeigt der Open Data Hub Day neue Wege auf

Bozen – Am 15. Mai treffen sich im NOI Techpark innovative Köpfe zum Open Data Hub Day, um zu zeigen, wie offene Daten überraschende Mehrwerte bringen können.

heute 11:06 Uhr | 3 mal gelesen

Bozen/Südtirol – Man könnte meinen, offene Daten seien längst ein alter Hut – Zahlen, Tabellen, Schnittstellen – aber was passiert eigentlich, wenn echte Menschen, technologiebegeisterte Tüftlerinnen und neugierige Organisationen sich zusammentun, um daraus etwas Greifbares zu machen? Genau das steht im Mittelpunkt des Open Data Hub Day 2026, der am 15. Mai im NOI Techpark in Bozen über die Bühne geht. Es geht dabei nicht nur um trockene Theorie, sondern vor allem um die Kunst, Daten zu verknüpfen, aufzubereiten und für ganz praktische digitale Lösungen zu öffnen, die heute noch nicht jeder auf dem Radar hat.

Im Zentrum: Der Open Data Hub. Diese Datenplattform klingt erst mal nüchtern – doch sie ist ein Sammelbecken für Zahlen, Fakten und Informationen aus verschiedensten Bereichen, clever gebündelt und frei nutzbar über universelle Schnittstellen. Anwendungen entstehen so in Bereichen wie Verkehr, Tourismus und sogar Künstlicher Intelligenz. Das Beeindruckende: Unternehmen, Verwaltungen und Forschende arbeiten gemeinsam daran, den Rohstoff 'offene Daten' zur Quelle von Ideen zu machen – zum Beispiel für flexible Mobilitätsdienste, neue Angebote im Tourismussektor oder effizientere Verwaltungslösungen.

Nehmen wir das Beispiel Mobilität: Mit dem Unternehmen Ithel wurde ein System entwickelt, das auf Basis von Kamerabildern die Parkplatz-Auslastung prognostiziert. Was auf den ersten Blick technisch klingt, ist für Kommunen goldwert, um Parkflächen besser zu steuern und Staus zu vermeiden. Und beim Thema Fahrrad+ÖPNV hat die STA – Südtiroler Transportstrukturen AG mit 'südtirolmobil' eine App geschaffen, die Fahrplandaten, Tickets und Radstellplätze smart miteinander verknüpft. Kurz bevor mein Lieblingscafé schließt, weiß ich nun ganz genau, wo ich mein Rad sicher abstellen kann – Echtzeitdaten sei Dank.

Das Programm des Open Data Hub Day 2026 ist alles andere als einseitig: Neben Erfahrungsberichten werden Themen wie Open-Source-Routing, Besucherströme im Tourismus oder der Umgang mit offenen Kulturdaten beleuchtet. Parallel dazu gibt es spezialisierte Foren – ob nun Mobilität, Core-Architektur von Datenplattformen, Bauen, KI oder Datenräume – die Vielfalt der Möglichkeiten zeigt deutlich, wie weitreichend das Thema offene Daten heute schon ist.

Patrick Ohnewein, Chief Digital Officer des NOI Techpark, bringt es auf den Punkt: 'Hier kommen Menschen zusammen, die aus Daten echte Lösungen für die drängendsten Fragen von Gesellschaft und Wirtschaft machen.' Sowas klingt immer ein wenig nach PR, aber schaut man sich die Praxis an, stimmen die Beispiele doch nachdenklich: Offene Daten als Katalysator für Innovation, nicht nur in Apps, sondern auch bei großen Infrastrukturfragen oder im Zusammenspiel von Verwaltung und Bürgerschaft.

Übrigens: Der Open Data Hub Day feiert inzwischen seine sechste Auflage. Eingeladen sind nicht nur Techniknerds, sondern alle, die sich für die digitale Aufbereitung und Nutzung von Daten interessieren – von Forschenden über die öffentliche Hand bis hin zu Unternehmen. Ach so, der Eintritt: gratis. Details zum Ablauf und zur Anmeldung finden sich, ganz digital, unter opendatahub.com.

Pressekontakt: clavis kommunikation GmbH, Monika Knoll, Tel. +39 376 218 0077, E-Mail: monika.knoll@clavis.it

Originalquelle: clavis IT via news aktuell

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Der Open Data Hub Day 2026 in Bozen bringt verschiedene Akteure – von Entwicklern über Betriebe bis hin zu öffentlichen Einrichtungen – zusammen, um zu zeigen, wie offene, qualitativ hochwertige Daten praktisch und branchenübergreifend genutzt werden können. Besonders im Fokus stehen Anwendungen für Mobilität, wie etwa die vorausschauende Auslastung von Parkflächen per Kameradaten oder die clevere Kombination von Fahrrad- und ÖPNV-Angeboten mit Echtzeitinformationen. Durch den Austausch und die Entwicklung gemeinsamer Lösungen entstehen in Südtirol neue Services und eine digitale Infrastruktur, die als Vorbild für andere Regionen dienen könnte. Zusätzliche Informationen: Laut aktuellen Beiträgen beschäftigen sich viele europäische Regionen intensiv mit der Frage, wie offene Daten nicht nur für die Verwaltung, sondern auch für Innovation im Tourismus und der Stadtentwicklung genutzt werden können. Beispielsweise gibt es in deutschen Städten Pilotprojekte, die mithilfe von offenen Verkehrs- und Umweltdaten die urbane Mobilität optimieren wollen. Auch die EU fördert im Rahmen des Digital Europe Programms gezielt die Entwicklung interoperabler Datenplattformen, wobei Aspekte wie Datenschutz, Datensouveränität und gemeinwohlorientierte Nutzung immer stärker in der Diskussion stehen.

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