Vierteljahrhundert Salzburg Wohnbau: Von der Fusion zur vielseitigen Baugruppe

Salzburg – Ein Vierteljahrhundert Salzburg Wohnbau wurde jüngst mit viel Prominenz und Wegbegleiter:innen gefeiert. Aus dem Zusammenschluss gemeinnütziger Bauträger entstand eine vielfältige, schlagkräftige Gruppe, die heute weit mehr als nur Wohnraum baut: Kommunalbau, Objektmanagement, Planung und digitale Hauslösungen inklusive. Ziel und Kernsache blieb aber: bezahlbare Wohnungen schaffen und Salzburger Gemeinden beim kommunalen Bauen den Rücken stärken.

heute 13:02 Uhr | 2 mal gelesen

Ein Blick zurück – und nach vorn.

Gegründet 2001, mitten in einer bewegten Phase der Bauwirtschaft, übernahmen damals Christian Struber und Roland Wernik das Ruder der neuen Salzburg Wohnbau. Mittlerweile stehen über 38.600 Verwaltungseinheiten in ihrer Bilanz, mehr als doppelt so viele wie zu Beginn. 513.000 Quadratmeter an heimeligem Wohnraum haben sie seither geschaffen und gewaltige 1,6 Milliarden Euro flossen in Sanierungs- und Neubauprojekte. 335 kommunale Projekte runden das Bild einer beachtlichen Erfolgsgeschichte ab.

Doch Architektur und Zahlen sind am Ende nur so gut wie die Menschen, die dahinterstehen. Der Mitarbeiter:innenstamm ist auf 207 gewachsen – und was diesen Alltag ausmacht, kann wohl nur nachvollziehen, wer mal an einer Baustelle im Winter gestanden hat oder durch den Papierdschungel einer Hausverwaltung gepflügt ist.

Geschäftsführer Thomas Maierhofer gibt zu bedenken: 'Vieles hat sich verändert, aber es bleibt eine Herausforderung, auf Wohn- und Kommunaltrends flexibel und innovativ zu reagieren.' Ein Satz, den man unterschreibt, wenn man sieht, wie viele neue Geschäftsfelder – etwa in der Digitalisierung – inzwischen zum Portfolio gehören.

Stichwort Weiterentwicklung: Längst geht es nicht mehr „nur“ um den klassischen Wohnbau. Salzburg Wohnbau betreut Immobilien von A wie Ankauf bis Z wie Zukunftsfähigkeit – einschließlich Softwarelösungen, Planungsleistungen (zuletzt etwa durch das Planungsbüro artfield) und der Expansion Richtung Bayern. Ein Unternehmen im Wandel, das dennoch auf Kontinuität baut.

Salzburg Wohnbau steht heute für mehr als Wohnungen. Schulen, Feuerwehrhäuser, Gemeindezentren und Seniorenwohnheime prägen inzwischen das Landschaftsbild in vielen Gemeinden. Eindrucksvoll: Das Projekt Schulzentrum Radstadt – eines der größten Bildungsvorhaben, oder die preisgekrönte Volksschule Anif, die mit Nachhaltigkeit glänzt.

Leistbarer Wohnraum bleibt trotz alledem eine Daueraufgabe. Mehrgenerationenprojekte, Nachverdichtung bestehender Flächen und neue Quartierslösungen wie die Rauchmühle in Lehen oder der Brunnfeldweg in Mittersill (mit einer eigenen Gemeinschaftsanlage für Sonnenstrom) setzen neue Maßstäbe. 'Wer in Salzburg leistbar wohnen will, braucht innovative Wegbereiter. Die Salzburg Wohnbau demonstriert, wie das gehen kann', so die Landeshauptfrau Karoline Edtstadler auf dem Jubiläumsfest.

Stichwort Innovation: Ressourcenschonung, Kreislaufwirtschaft und digitale Angebote (Stichwort ALFRED) prägen die jüngsten Projekte. Kreislauffähige Sanierungen, weniger CO2-Ausstoß (wie bei Billy Up) und Energieprojekte machen deutlich, dass nachhaltiger Bau nicht nur ein Schlagwort ist, sondern allmählich gelebter Alltag wird.

Krönender Abschluss: Das Sommerfest im geschichtsträchtigen Kavalierhaus Klessheim, mit rund 400 Gästen – von der Politik bis zur Baupraxis. Ein Firmenjubiläum als Momentaufnahme einer bewegten Geschichte und als Auftakt für neue Entwicklungen, die man vielleicht in weiteren 25 Jahren wieder feiern kann.

Die Salzburg Wohnbau blickt auf eine bewegte 25-jährige Geschichte zurück, die von stetigem Wachstum, Erweiterung der Geschäftsfelder und Innovationsfreude geprägt ist. Besonders hervorzuheben ist der Wandel vom klassischen Bauträger hin zu einem breit aufgestellten Dienstleister für Wohn- und Kommunalbau, der Verwaltung, Planung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit vereint. Das Jubiläum ist Anlass für einen Ausblick auf neue Herausforderungen – etwa die Schaffung von leistbarem Wohnraum trotz steigender Baupreise, Ressourcenschonung und innovative Energielösungen: Themen, die die Branche auch laut aktuellen Berichten im österreichischen und deutschen Raum umtreiben. Laut "Der Standard" kämpfen Wohnbaugesellschaften derzeit mit immer strengeren ökologischen Anforderungen, Materialverknappung und steigenden Kosten. Die Süddeutsche berichtet, dass in Bayern neue Modelle für sozialen Wohnbau diskutiert werden, unter anderem Genossenschaftsmodelle und Baugruppen. Die FAZ beleuchtet den Digitalisierungsschub in der Immobilienbranche und hebt dabei besonders die Integration von Softwarelösungen für Hausverwaltung und energetische Optimierung hervor. Salzburg Wohnbau bewegt sich also an der Schnittstelle dieser Strömungen – Pionierarbeit inklusive.

Schlagwort aus diesem Artikel