Waldzustandsbericht 2025: Zeichen der Hoffnung – aber noch keine Entwarnung

Obwohl 2025 das Wetter für deutsche Wälder erneut ungnädig war, zeigt die aktuelle Erhebung des Bundeslandwirtschaftsministeriums: Die Lage bleibt angespannt, aber immerhin hat sich das Waldsterben etwas eingebremst.

heute 12:37 Uhr | 1 mal gelesen

Am Dienstag kam der neue Bericht zum Zustand der Wälder heraus. Und ehrlich gesagt: Ich habe mit Schlimmerem gerechnet. Bundesweit zeigt sich beim Kronenzustand so gut wie keine Veränderung – gut ein Fünftel der Bäume sind noch kerngesund. Ein kleiner Lichtblick, wenn man bedenkt, dass die vergangenen Jahre dem Wald ordentlich zugesetzt haben. Besonders auffällig: Die Fichte hat sich leicht erholt (stark geschädigte Kronen von 39 auf 38 Prozent), auch die Buche steht nicht mehr ganz so schlecht da wie 2024. Aber: Die Kiefer leidet plötzlich stärker, und die Eiche verharrt auf ihrem traurigen Höchststand (deutliche Kronenverlichtung bei über der Hälfte aller Exemplare – 51 Prozent!). Minister Alois Rainer spricht trotzdem von einem Signal der Hoffnung. Eigentlich verständlich, denn niemand will, dass unsere Wälder weiterhin in den Seilen hängen. Aber sind wir mal ehrlich: Die Folgen der Dürresommer ab 2018 spuken den Forsten weiterhin durch die Äste. Der Umbau hin zu robusteren Mischwäldern wird – das sagt Rainer auch – dringend gebraucht. Zumindest zeigen die jüngsten Zahlen: Noch sterben weniger Bäume neu ab. Das ist, nach all dem Alarm der vergangenen Jahre, schon fast eine kleine Überraschung. Aber Grund zum Zurücklehnen? Leider nein. Interessanter Nebengedanke: Während Laubbäume allmählich wieder ein bisschen aufatmen, geraten Kiefern zunehmend unter Druck. Es bleibt also kompliziert.

Der Wald in Deutschland kommt 2025 zwar etwas zur Ruhe, doch von einer echten Trendwende kann keine Rede sein: Zwar reduzieren sich die Schäden bei Fichte und Buche, doch bei Kiefer und Eiche bleibt die Lage alarmierend. Noch immer wirkt die Dürre 2018-2020 nach und erschwert die Erholung des Waldes. Die Politik setzt weiter auf den Umbau zu Mischwäldern und nachhaltige Nutzung, als Königsweg – ob das reicht, bleibt angesichts vieler Unwägbarkeiten zumindest fraglich. Aktuelle Recherche bestätigt den Trend: In der "Süddeutschen Zeitung" wird berichtet, dass die deutschen Wälder zwar weiterhin unter den Folgen von Klimawandel und Schädlingsbefall leiden, die Politik aber nun verstärkt auf Wiederbewaldung und natürliche Regeneration setzt. Laut "FAZ" bekräftigen Fachleute, dass der Rückgang abgestorbener Bäume vorsichtig optimistisch stimme, internationale Vergleiche aber zeigen, wie sehr der bundesdeutsche Wald unter dem Druck globaler Wetterextreme steht. "Die Zeit" hebt hervor, dass der Zustand des Waldes inzwischen als Gradmesser für die Resilienz Deutschlands gegenüber klimatischen Veränderungen gilt, und fordert deutlich mehr Investitionen in naturnahe Waldbewirtschaftung.

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