FH Münster: Neues duales Informatik-Studium von Atruvia und Finanz Informatik

Münster / Steinfurt – Startschuss für digital affine Nachwuchstalente: Ab Wintersemester 2026/27 bringt die FH Münster erstmals gemeinsam mit der Atruvia AG und der Finanz Informatik GmbH & Co. KG einen praxisnahen informatischen Studiengang ins Rollen. Hier bündeln die wichtigsten Digitalpartner der Genossenschaftsbanken und Sparkassen Deutschlands ihre Kräfte.

heute 14:22 Uhr | 2 mal gelesen

Atruvia und Finanz Informatik – beide federführend in der digitalen Bankenlandschaft – arbeiten von nun an fest mit der Fachhochschule Münster zusammen. An deren Technologie-Campus in Steinfurt entsteht damit ein dualer, praxisorientierter Informatik-Studiengang, der künftig IT-ExpertInnen speziell für das Bankenumfeld hervorbringen soll. Fachkräfte für IT und Digitalisierung sind Mangelware, die Zusammenarbeit ist also nicht bloß willkommen, sondern dringend nötig. Für die Unternehmen bietet das Studium nicht nur eine Nachwuchsquelle, sondern auch Mitsprache beim Aufbau von Studieninhalten. Die Hochschule wiederum freut sich über Tiefe und Aktualität für ihren Lehrplan und der Kontakt zur realen Branche bringt spürbare Pluspunkte – ob beim Programmieren, Administrieren von Netzwerken oder der Beratung bei Sicherheitsthemen. Das Studium dauert sechs Semester – Bachelor-Abschluss inklusive. Atruvia bildet aktuell jährlich etwa 85, Finanz Informatik 90 Young Professionals aus. Laut Daniela Bücker, Vorständin bei Atruvia, soll dieser Studiengang genau die Lücke zwischen wissenschaftlicher Fundierung und praktischer Anwendung schließen und junge Talente „ganz nah ran“ an hochaktuelle Banking-Technologien bringen. Martin Waldmann von Finanz Informatik setzt darauf, mit neuen Impulsen für Innovation und Technik das Banking nachhaltig mitzugestalten. Die FH Münster hebt die Bedeutung dualer Studienformate hervor, insbesondere da sie Praxis mit aktuellen wissenschaftlichen Standards vereinen und Verantwortung für zukünftige IT-Lösungen fördern. Bereits seit Mitte 2023 pflegen Atruvia und die Hochschule eine enge Kooperation, u.a. mittels einer Stiftungsprofessur im Bereich IT-Security. Weitere Infos zum Programm sind verfügbar auf fh.ms/dual-informatik.

Mit dem neuen dualen Informatikstudiengang kooperieren zwei der wichtigsten IT-Dienstleister für Banken in Deutschland gezielt mit der FH Münster, um passgenau Fachkräfte auszubilden – ein Modell, das sich mehr Hochschulen und Unternehmen wünschen könnten. Die Nachwuchsprobleme im IT-Sektor sind branchenübergreifend gravierend; dieser Studiengang könnte beispielhaft gegensteuern und einen Brückenschlag zwischen Theorie und Praxis bieten. Im Zuge meiner Recherche stoße ich darauf, dass die Integration von branchenspezifischem Know-how und Praxispartnern in die Ausbildung nicht nur als Reaktion auf den Fachkräftemangel geschieht, sondern auch, um junge Menschen früh mit der Realität zukünftiger Arbeitsmärkte vertraut zu machen. Einen noch aktuelleren Blick: Digitalisierung im Finanzwesen entwickelt sich schnell weiter, Cybersecurity und Data-Analytics wachsen zur Schlüsselqualifikation heran – genau hier positioniert sich das duale Studium strategisch clever. Und wie so oft bei Kooperationen: Der Erfolg hängt davon ab, wie beweglich und zugleich konsequent Hochschule und Unternehmen zusammenarbeiten. Immerhin werden beide Seiten daran gemessen, ob Absolvent*innen tatsächlich im Alltag bestehen.

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