Letzte Klappe gefallen: Neues 'Polizeiruf 110'-Krimidrama 'Stalker' abgedreht
Berlin – Am vergangenen Sonntag, dem 12. Mai, fiel die allerletzte Klappe für den neuen 'Polizeiruf 110: Stalker'. Die Dreharbeiten, organisiert vom Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) gemeinsam mit ARD Degeto, zogen sich seit 10. April quer durch Berlin, Frankfurt (Oder) und bis ins polnische Slubice. Hinter der Kamera: Regisseur Oliver Schmitz. Das Skript stammt aus der Feder von Mike Bäuml.
heute 13:59 Uhr | 3 mal gelesen
Worum geht's diesmal? Ermittlerin Alexandra Luschke (verkörpert von Gisa Flake) und ihr Kollege Karl Rogov (Frank Leo Schröder) landen in Slubice, als dort die polnische Zollbeamtin Masha Janko (Katarzyna Obidzinska) tot aufgefunden wird. Der Mord geschah brutal auf ihrem Nachhauseweg – Erwürgen. Merkwürdig: In den Wochen zuvor wurde in ihre Wohnung eingebrochen und es gab einen Stromausfall. Doch am Arbeitsplatz spielte sie den unverwundbaren Profi, zumindest laut ihren Kollegen Patrick (Malik Blumenthal) und Jan (Merlin Rose). Im digitalen Kosmos war Masha regelmäßig Zielscheibe: Im Netz kursiert ein Deepfake, dazu hässliche Kommentare und sexuelle Diffamierungen. Bei der Fahndung bekommen Luschke und Rogov Hilfe von Cyberfachmann René Klein (Johannes Kienast), dessen Alltag vermutlich eher mit Tastatur als mit Tatort zu tun hat. Das Dreigespann stochert tief in der virtuellen und realen Welt, auf der Jagd nach dem oder der Täter:in. Nebenrollen übernehmen unter anderem Carl Geißler, Franziska Junge und Klaudiusz Kaufmann. Produziert wird das Ganze von EIKON Media im Auftrag von ARD Degeto und rbb, mit Blick auf ein TV-Debüt im Spätherbst 2026. Ein Foto zum Krimi gibt's bereits unter www.ard-foto.de. Kontakt für weitere Infos: Ulrike Herr, Presse rbb – oder, ganz oldschool: per Telefon oder E-Mail. Bleibt also spannend.
In einer neuen, brisanten 'Polizeiruf 110'-Folge rücken Ermittler:innen grenzüberschreitend dem Tod einer polnischen Zöllnerin auf den Pelz. Die Serie verwebt reale Bedrohungen wie Cybermobbing, Deepfakes und sexistische Anfeindungen mit klassischer Kriminalarbeit. Schauplätze in Ostdeutschland und Polen sowie ein aktuelles Thema machen das TV-Projekt relevant – insbesondere im Zusammenspiel zwischen Offline- und Onlinewelt. Nach aktuellem Stand finden in Deutschland regelmäßig Debatten um Medienkompetenz, Digitalsicherheit und Hate Speech statt – die geplante Folge dürfte diese gesellschaftlichen Diskurse erneut ins Rampenlicht rücken. Laut aktuellen Medienberichten ist der Umgang mit Künstlicher Intelligenz, insbesondere Deepfakes und Falschinformationen, ein wachsendes Problem für Polizei und Justiz (siehe etwa diverse Analysen bei der Süddeutschen Zeitung oder der ZEIT). Die wachsende Bedeutung von Grenzregionen – besonders Frankfurt (Oder) und Slubice – in Krimiformaten zeigt, dass Kriminalität immer seltener an nationalen Grenzen haltmacht. Aktuelle Krimiproduktionen nehmen vermehrt politische oder gesellschaftliche Phänomene in den Blick, und somit bedient auch diese 'Polizeiruf'-Folge den Wunsch nach Aktualität und Tiefgang, beispielsweise im Umgang mit digitaler Gewalt.