Wall Street im Zickzackkurs – Ölpreis im Höhenflug

Am Donnerstag präsentierten sich die amerikanischen Aktienmärkte mit widersprüchlicher Bilanz: Während Technologiewerte zulegten, tendierte der Dow Jones leicht im Minus. Gleichzeitig schoss der Ölpreis überraschend kräftig nach oben.

heute 22:30 Uhr | 2 mal gelesen

Nach einem durchwachsenen Handelsschluss notierte der Dow bei 46.505 Punkten – das entspricht einem leichten Verlust von 0,1 Prozent gegenüber gestern. Spannend: Der S&P 500 konnte das Ruder ins Plus wenden (+0,1 Prozent bei rund 6.583 Punkten). An der Technologiebörse Nasdaq herrschte ähnliche Stimmung, der Nasdaq 100 stand kurz vor Handelsschluss ebenfalls mit 0,1 Prozent im Plus bei etwa 24.046 Punkten.

Im Hintergrund brodelt die geopolitische Lage: Die Eskalation zwischen dem Iran und den USA, inklusive Trumps jüngster Rede, sorgte zunächst für Fallstricke an der Wall Street – doch Überraschung, die Märkte erholten sich recht zügig. Von iranischer Seite hieß es am Donnerstag, mit Unterstützung des Omans solle ein Überwachungs-Protokoll für Schiffe durch die strategische Straße von Hormus auf den Weg gebracht werden. Ein Kuriosum: Offenbar ist sowohl in Friedens- als auch in Kriegssituationen eine Art 'Passiergebühr‘ für den Schiffsverkehr in Planung. Währenddessen kamen Vertreter von etwa 40 Ländern zusammen, um über Maßnahmen zur Wiederöffnung der wichtigen Meerenge zu beraten. Frankreich erteilte der Androhung militärischen Drucks allerdings prompt eine Absage.

Auch auf dem Devisen- und Rohstoffmarkt blieb kein Stein auf dem anderen. Der Euro zeigte sich am Abend schwächer, für einen Dollar musste man 0,8667 Euro aufbringen. Gold, sonst Krisenwährung schlechthin, verlor hingegen an Glanz – die Feinunze sank auf 4.665 Dollar (-2%). Ganz anders das Öl: Brent verteuerte sich gegen 22 Uhr deutscher Zeit um satte 7,4 Prozent auf 108,70 Dollar je Fass. Die Gemengelage aus politischer Unsicherheit und konkreter Angebotsgefahr ließ die Preise nur in eine Richtung explodieren.

Die US-amerikanischen Aktienmärkte sind am Donnerstag mit unterschiedlichen Vorzeichen aus dem Handel gegangen: Während der Dow Jones geringfügig nachgab, schlossen S&P 500 und Nasdaq leicht im Plus. Die anhaltende Krise im Nahen Osten, vor allem die Blockade der Straße von Hormus, beeinflusste nicht nur die globalen Aktien-, sondern vor allem die Rohstoffmärkte, was zu einem rasanten Anstieg des Ölpreises führte. Der Euro verlor gegenüber dem Dollar weiter an Boden, und selbst Gold – normalerweise als sicherer Hafen gefragt – geriet unter Abgabedruck. Weitere Recherchen zeigen: Die Unsicherheit über die Entwicklung im Iran sorgt weltweit für Nervosität. Beispielsweise sehen Marktbeobachter angesichts der jüngsten Eskalation erhebliche Risiken für internationale Energie- und Transportwege. Die Kombination aus politischem Poker und merklichen Marktreaktionen befeuert die Sorge vor weiteren Turbulenzen an den Börsen, zumal offene Fragen zur Ölversorgung und zur Sicherheit der Handelsrouten bleiben.

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