Eigenartig, wie oft „weniger“ erst durch Handwerk und Fantasie zu „so viel mehr“ werden kann. Im hochgelegenen, manchmal fast verträumten Ebnit entstand ein Haus, das Verzicht als Wert und nicht als Sparmaßnahme versteht. Architekt Jürgen Haller, der für seine pragmatische Innovationslust bekannt ist, setzte den Wunsch einer jungen Familie nach dauerhaft nachhaltigem Wohnen in 1.000 Metern Höhe um. Keine überflüssige Großzügigkeit: Keine Garage, die zum Statussymbol taugt, kein Schwimmbassin – stattdessen Weißtanne, kurze Lieferwege und ein ausgeklügelter Grundriss. Drei Etagen: Unten Beton als stabiles Fundament, oben massives Holz, dazwischen Licht, Luft und freie Sicht nach draußen. Die eigentliche Sensation, fast versteckt, bildet jedoch das Dach.
Die Kombination aus PREFA Solardachplatten und R.16 Aluminiumdach schafft ein einheitliches Bild – doch dahinter steckt viel mehr. Die nahtlos integrierte Lösung wirkt beinahe unsichtbar und liefert Strom für das gesamte Haus, selbst wenn hohes Schneegewicht draufliegt. Dazu kam eine Erdwärmepumpe – drei kompakte Körbe direkt in den Hang gebettet –, die heizt und Warmwasser liefert. Nebenbei: Die Dachdecker, sprich Spengler vom Dorf, mussten nicht in ferne Länder reisen – so blieb viel Wissen und Arbeit im Ort.
Bemerkenswert auch, wie Bau und Montage simplen Prinzipien folgten: Wenig schweres Gerät, klare Linien, ein Handgriff nach dem anderen, fast schon alte Schule. Die einheitliche Optik der schwarzen Dachplatten reduziert nicht nur den Aufwand, sondern auch das Risiko zusätzlicher Fehlerquellen – eine Anpassung, die mehr als nur puristisch wirkt. Haus Immi ist somit nicht nur ein Vorzeigeprojekt für alpine Energie, sondern irgendwie auch eine ruhige Ansage gegen Bauwildwuchs und Materialverschwendung.
Im abgeschiedenen Vorarlberger Bergdorf Ebnit verbindet das Haus Immi Minimalismus, regionale Holzverarbeitung und Innovation. Das PREFA Solardach, das optisch fast gänzlich mit klassischen Dachplatten verschmilzt, produziert weitgehend unauffällig ganzjährig Ökostrom und hält sogar schwerem Schnee stand. Wärme liefert eine Erdwärmepumpe; die Installation erfolgte größtenteils mit reduziertem Maschineneinsatz und lokalem Fachwissen, wodurch das Konzept Ressourcen schont und die Dorfgemeinschaft stärkt. Neuere Recherchen zeigen, dass ähnliche Bauprojekte im Alpenraum zunehmen, da sich nachhaltige Energietechnologien und Kreislaufwirtschaft auf dem Bau durchsetzen. PREFA arbeitet gezielt mit recyceltem Aluminium; bis zu 86,6 % Recyclinganteil werden erreicht, ein Wert, der im Vergleich zu anderen Dachsystemen bemerkenswert ist. Neben energetischer Robustheit wird damit auch auf den Erhalt regionaler Strukturen und Handwerksbetriebe gesetzt, was die gesellschaftliche Akzeptanz solcher Häuser fördert.