1,5 Millionen für den Kinohit THE HOUSEMAID – WENN SIE WÜSSTE

München – THE HOUSEMAID – WENN SIE WÜSSTE begeistert inzwischen stolze 1,5 Millionen Kinogänger. Der Thriller mit seinen nervenaufreibenden Spannungsmomenten, düsteren Mysterien und überraschenden Twists behauptet sich weiterhin stark an der Spitze der deutschen Kinocharts. Ein Film, der mit jeder Szene eine weitere, unausweichliche Wahrheit freilegt – und Zuschauer nicht mehr loslässt. Verleih: LEONINE Studios; aktuell im Kino zu sehen.

heute 13:05 Uhr | 4 mal gelesen

Manchmal tarnt sich die Gefahr in Samt und Seide – millimetergenaue Fassade, dahinter brodelt das Chaos. Die 27-jährige Millie, eben noch mit einer problemreichen Vergangenheit belastet, tritt einen neuen Job als Hausangestellte bei einem reichen Paar an – auf den ersten Blick ein Glücksfall. Doch kaum angekommen, wird deutlich: Nicht alles glänzt, was Gold ist. In den Schatten der eleganten Räume spinnt sich ein dichtes Gewebe aus Betrug, Heimlichkeiten und verqueren Machtspielen. Millie stolpert von einem Abgrund zum nächsten – und fragt sich bald: Wer führt hier eigentlich das Spiel? Mit Sydney Sweeney, Amanda Seyfried, Brandon Sklenar und Michele Morrone setzt Regisseur Paul Feig auf ein Ensemble, das man so vermutlich nicht erwartet hätte. Sweeney überzeugt als fragile, aber entschlossene Protagonistin, Seyfried bringt eine in sich gekehrte Düsternis. Der Film nach Freida McFaddens Bestseller lässt wenig Zeit zum Durchatmen; stattdessen: Herzklopfen und ein Hauch Paranoia. Vielleicht ist das echte Leben manchmal doch weniger kompliziert – denkt man sich, wenn die Credits laufen.

THE HOUSEMAID – WENN SIE WÜSSTE ist zu einem unerwarteten Publikumserfolg avanciert – vermutlich, weil der Film nicht nur klassische Genrespannung bietet, sondern auch die Abgründe sozialer Verhältnisse aufdeckt. Kritiker*innen loben besonders den psychologischen Tiefgang sowie das Zusammenspiel der Schauspielerinnen Sweeney und Seyfried, das das toxische Machtgefüge der Story lebendig macht. In aktuellen Berichten wird erwähnt, wie der Film in der aktuellen Kinolandschaft – die unter Streaming-Erwartungen und Nachwirkungen der Pandemie leidet – ein Signal für die Vitalität des Kinos setzt. Auch im Vergleich mit anderen Literaturverfilmungen zeigt sich: Publikum sucht verstärkt nach Geschichten, in denen sich moralische Grauzonen auftun und Vertrauen nicht einfach gegeben wird. Interessanterweise wurde der Film gerade durch seine Subtilität und den Verzicht auf simple Schwarz-Weiß-Zeichnungen zum Gesprächsthema.  Weitere Details: Premiumnächte in diversen Großstädten sorgten für ausverkaufte Vorstellungen; auf Social Media tobt die Diskussion, ob das Finale nicht eigentlich zu viel preisgibt. In Fankreisen kursieren bereits erste alternative Interpretationen der Schlussszene. Der Erfolg scheint Hinweise zu geben, dass aktuell ein Trend zu komplexen Thrillern besteht, bei denen das Publikum aktiv miträtseln möchte.

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