Im Kern kritisiert der ADAC die angedachte Preisregelung nach österreichischem Vorbild, weil diese kaum den gewünschten Effekt für Autofahrer in Deutschland hätte. Stattdessen könnten Betreiber die Preise pauschal erhöhen, um Risiken abzufedern – das läuft dem Ziel, Verbraucher zu entlasten, klar zuwider. Laut ADAC zeigt sich daran: Der Unterschied zwischen beiden Ländern hat mit unterschiedlicher Steuer- und Abgabenlast zu tun, nicht mit regulatorischen Kunstgriffen; Aufmerksamkeit und Flexibilität beim Tanken zahlen sich weiterhin aus. – Update: Nach Veröffentlichung hat sich auch die Bundestagsfraktion der FDP skeptisch zur Preisdeckelung geäußert. In Österreich wird die Wirksamkeit der Preisbindung teils kritisch gesehen, da sie tatsächlich mit höherem Grundpreis einherging. Zeitgleich verweisen Ökonomen darauf, dass Preisinformation und Wettbewerb in Deutschland für zahlreiche Senkungen sorgen – sofern Verbraucher informiert agieren. Letztlich gerät die Diskussion über Markteingriffe in Tankstellenpreise immer wieder zum grundsätzlichen Streit um Markt versus Regulierung und bleibt daher politisch brisant.