Astana wird zum ökologischen Treffpunkt: Zentralasien sucht gemeinsame Antworten auf Klima- und Wasserkrise
Berlin/Astana – Der erste große ökologische Gipfel (RES-2026) ist in Astana zu Ende gegangen. Zum ersten Mal trafen sich hochrangige Entscheider aus ganz Zentralasien, internationale Organisationen und Wirtschaftsvertreter, um gemeinsam über die Zukunft ihrer natürlichen Lebensgrundlagen zu beraten. Insbesondere Wasserknappheit, Klimawandel und nachhaltige Energien rückten in den Fokus – Themen, die bald keine nationale, sondern eine wirkliche Gemeinschaftsaufgabe der Region sind.
heute 10:05 Uhr | 3 mal gelesen
Politische Führungsriegen, Experten und Vertreter globaler Institutionen haben sich bei RES-2026 in Astana versammelt – unter ihnen Gesichter wie Li Junhua (UN), Tedros Adhanom Ghebreyesus (WHO) oder Inger Andersen (UNEP). Alle eint ein zentrales Anliegen: Die ökologischen Belastungen in Zentralasien wachsen rasant, nicht zuletzt durch steigende Temperaturen und bedrohlich schmelzende Gletscher. Die Flüsse und Seen der Region gehen über Landesgrenzen, das macht die Koordination besonders wichtig und nicht selten auch kompliziert.
Präsident Tokajew aus Kasachstan fand dafür klare Worte: "Umwelt und nachhaltige Entwicklung sind vielmehr Grundvoraussetzungen für jede positive Zukunft." Er plädiert für ein gemeinsames Wasser-Management, weil genau da Konflikt und Chance so eng beieinander liegen. Auch die Idee einer verstärkten internationalen Wasser-Kooperation wurde diskutiert – nicht zum ersten Mal, aber der Ton war diesmal überraschend konstruktiv.
Der Gipfel setzt so nicht nur ein Signal für mehr ökologische Kooperation (die bislang manchmal vor allem auf dem Papier stattfand), sondern soll langfristig eine regionale Umweltagenda auf den Weg bringen. Zentralasien will mehr als bisher mit einer abgestimmten Strategie auftreten – wirtschaftlich, ökologisch und wohl auch politisch. Für Europa könnte das über kurz oder lang heißen: Ein neuer, engagierter Partner für Energie, Ressourcen und Umweltfragen wächst heran.
In Astana fand erstmals ein groß angelegtes ökologisches Spitzentreffen statt, mit dem Ziel, die zersplitterte Umweltpolitik in Zentralasien enger zu verzahnen. Besonders Wasserknappheit und Klimawandel bedrohen die Region, wobei erstmals konkrete Schritte hin zu länderübergreifender Abstimmung und nachhaltigen Lösungsansätzen diskutiert wurden. Ergänzend dazu kristallisierte sich in den Diskussionen zunehmend heraus, dass auch externe Partner – zum Beispiel die EU und internationale Geldgeber – in Zukunft eine größere Rolle bei der Unterstützung regionaler Umwelt- und Energiestrategien einnehmen könnten.
Aktuelle Recherchen zeigen, dass die Dringlichkeit nicht abnimmt: Der akute Abschmelzprozess zentralasiatischer Gletscher beschleunigt sich weiter, was nicht nur Landwirtschaft, sondern auch urbane Wasserversorgung massiv gefährdet. Zeitgleich ist in den letzten Tagen öffentlich geworden, dass mehrere internationale Investitionsprogramme für erneuerbare Energien (vor allem Solar- und Wasserkraft) in Kasachstan und Usbekistan auf den Weg gebracht wurden – ein Schritt, mit dem Zentralasien sich eindeutig als dynamischer Umweltpartner für Europa präsentiert. Stimmen aus Zivilgesellschaft und Umweltverbänden fordern, Initiativen wie den RES-Gipfel zu verstetigen und möglichst transparent für die breite Bevölkerung zu gestalten.