Friedrich Merz bringt erneut das Thema Sparsamkeit im großen europäischen Rahmen zur Sprache – diesmal beim Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs auf Zypern. Seine Skepsis gegenüber Schuldenaufnahme in Form von europäischen Anleihen unterstreicht die Linie, auf bestehende Ressourcen und finanzielle Verantwortung zu setzen. Nach aktuellen Berichten gab es im Vorfeld des Treffens einen regelrechten Wettstreit um den richtigen Kurs in der EU-Finanzpolitik: Während einige Staaten mehr Solidarität und Investitionen fordern – etwa für Verteidigung und Klimaschutz –, bleibt die Bundesregierung (und damit Merz) bislang standhaft dabei, keine gemeinsame Schulden zu akzeptieren. Laut Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ und anderer Medien ist die Debatte hitzig, denn viele EU-Länder pochen angesichts von Ukraine-Krieg und Wirtschaftsflaute auf frisches Geld. Die französische Regierung unter Präsident Macron plädiert für Flexibilität beim EU-Haushalt, während osteuropäische Staaten ebenfalls auf mehr Förderung hoffen. Gleichzeitig spitzt sich in Brüssel die Diskussion zu: Wenn der EU-Haushalt gekürzt wird, könnten Fördermittel für ärmere Regionen oder Agrarsubventionen auf der Kippe stehen. Zudem verlangen Länder wie Italien und Spanien ein entschlossenes Signal, das Europa gestärkt aus der Krise führen soll. Die Frage nach Sparen oder mehr Investitionen bleibt damit weiter offen.