Mitreißendes Opernerlebnis: EUGEN ONEGIN am 2. Mai live aus der Met in deutschen Kinos

München – Lange vor Streaming-Diensten begeisterte Pjotr Iljitsch Tschaikowski mit seinen zu Herzen gehenden Melodien. Dass er nicht nur Meister der Symphonik und des Balletts war, zeigen seine Opern, allen voran EUGEN ONEGIN, die zu den bewegendsten Werken der Musikgeschichte zählt. Kein Wunder, dass Dvořák einmal schwärmte: „Diese Musik lässt einen für immer nicht mehr los.“

24.04.26 11:45 Uhr | 15 mal gelesen

Alexander Puschkin schuf mit seinem Versroman EUGEN ONEGIN so etwas wie das literarische Spiegelbild der russischen Gesellschaft der 1820er: voller Widersprüche, Hoffnungen und bitterschöner Melancholie. Tschaikowski übersetzt diese Welt in eine Oper, die heftig pulsiert zwischen ländlicher Gemächlichkeit, feudalem Glanz und höfischer Düsternis.

In der Partie der Tatjana – eine Frau zwischen mädchenhafter Sehnsucht und späterer Selbstbehauptung – brilliert die vielfach gefeierte Sopranistin Asmik Grigorian. Ihr zur Seite steht Iurii Samoilov als Onegin: Elegant, fast schon makellos, aber im Kern zerbrechlicher als es scheint. Onegins Gegenspieler, der impulsive Lenski, wird von Stanislas de Barbeyrac verkörpert – seine eindringliche Arie vor dem Duell geht tief unter die Haut.

Am Pult dirigiert der junge Russe Timur Zangiev sein erstes Met-Orchester und verleiht der Aufführung überraschende Energie und Kraft.

Deborah Warners Inszenierung führt stimmungsvoll von strohgedecktem Landhaus zum glitzernden Ballsaal, ganz im Geiste des ausgehenden 19. Jahrhunderts. "Unvergessliche visuelle und emotionale Erlebnisse!", jubelt der Sunday Telegraph.

Ein Vorgeschmack? Den Trailer gibt’s hier.

Mehr als 200 Kinos in Deutschland und Österreich übertragen die MET Saison 2025/2026 live. Karten und Details findet man unter www.metimkino.de.

Diese MET LIVE IM KINO-Termine stehen fest:

  • 2. Mai: Tschaikowski EUGEN ONEGIN (mit Asmik Grigorian, Igor Golovatenko)
  • 30. Mai: Frank EL ÚLTIMO SUEÑO DE FRIDA Y DIEGO (mit Isabel Leonard, Carlos Álvarez, Nils Wanderer)

Pressematerial unter diesem Link.

Presse-/Künstlerkontakt:
Katja Raths, Tel: +49 (0) 89 999 513 421, Email: katja.raths@leoninestudios.com oder
Katharina Biro, Tel: +49 (0) 89 999 513 420, Email: katharina.biro@leoninestudios.com

Tschaikowskis EUGEN ONEGIN ist ein Paradebeispiel für russische Opernkunst: Zwischen poetischer Melodik und dramatischer Wucht entfaltet sich das Beziehungsdrama nach Puschkin, mit feinen Zwischentönen über gesellschaftliche Zwänge und unerfüllte Liebe. Die aktuelle MET-Produktion bringt mit Asmik Grigorian eine Sopranistin auf die Bühne, die sowohl in lyrischer Innerlichkeit als auch in starker Frauenpräsenz überzeugt, und überzeugt durch eine packende Inszenierung, die sich historischen Realismus und emotionale Modernität gleichermaßen traut. Auffallend: Bei der Newcomer-Riege der Sänger und dem Dirigenten spiegelt sich, wie international und jung das Operngeschehen heute aufgestellt ist. – Aktuell berichten zahlreiche Feuilletons über einen spürbaren Trend: Opernhäuser setzen verstärkt auf solche cineastische Live-Übertragungen, um neue Publikumsschichten zu gewinnen und klassische Musik als gemeinsames Echtzeit-Erlebnis in den Alltag zu holen. Darüber hinaus wächst das Interesse an Opernstoffen, die wie bei Onegin Fragen nach Identität, Individualismus und gesellschaftlicher Zugehörigkeit stellen.

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