AfD-Sprecher Chrupalla fordert: Weniger Steuern auf Energie, CO2-Preis weg

Im Angesicht düsterer Prognosen für die Wirtschaft mahnt Tino Chrupalla von der AfD schnelle Entlastungen bei Energieabgaben an – und sieht die Bundesregierung in besonderer Verantwortung.

heute 14:46 Uhr | 7 mal gelesen

Manchmal fragt man sich: Gibt es überhaupt noch einen Lichtblick für die deutsche Wirtschaft? Tino Chrupalla sieht offenbar keinen – oder zumindest keinen, solange die Regierung ihrer aktuellen Linie folgt. Für ihn ist der jüngste ZEW-Index nochmal so etwas wie ein schriller Alarm. Seine Forderung: Die Strom- und Energiesteuern runter, der CO2-Preis soll gleich ganz verschwinden. Er argumentiert sinngemäß: Wer hier nicht gegensteuert, gefährdet Wohlstand und Jobs. Nebenbei schwingt noch der Verweis auf internationale Krisen mit: Auch das zu hohe Konfliktpotenzial, insbesondere rund um den Iran, sei eine echte Gefahr, die man diplomatisch entschärfen müsse. Die AfD-Bundesgeschäftsstelle steht bei Rückfragen bereit.

Chrupallas Statement reflektiert die Sorgen vieler Energieverbraucher angesichts rasant gestiegener Preise und verschärfter Belastungen durch Steuern und Klimapolitik. Besonders in energieintensiven Branchen wachsen die Zweifel, ob Deutschland als Industriestandort unter den aktuellen Bedingungen konkurrenzfähig bleiben kann – Analysen aus der Wirtschaftspresse warnen seit Monaten vor einer möglichen Abwanderung von Unternehmen und einem Rückgang an Investitionen. Hinzu kommt das internationale Spannungsfeld: Lieferkettenstörungen und geopolitische Risiken wie der Iran-Konflikt machen die Versorgung zusätzlich unsicher. Neue Daten des ZEW zeigen, dass die Konjunkturerwartungen erneut gefallen sind, was viele Ökonomen auf eine gemischte Lage zwischen schwacher Nachfrage, hohen Energiekosten und politischer Unsicherheit zurückführen. Die Bundesregierung versucht gegenzusteuern, etwa durch gezielte Hilfspakete und langfristige Strategien wie den Industriekonferenz-Beschluss, doch die Diskussion um eine Steuer- und Abgabenentlastung bleibt kontrovers. Gerade kleinere und mittlere Unternehmen sehen sich zunehmend unter Druck und befürchten Wettbewerbsnachteile gegenüber anderen europäischen Ländern.

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